Freitag, 1. November 2013

Vermögensverwalter bevorzugen immer häufiger ETFs

Bei einer Umfrage, die die Münchener V-Bank für das manager-magazin durchführte, kam heraus, dass immer mehr Vermögensverwalter auf Exchange Traded Funds (ETFs) setzen. Das Ergebnis hat durchaus einen Überraschungswert, denn Vermögensverwalter haben den Ruf das Vermögen ihrer Kunden aktiv zu verwalten. Dabei denkt man eher an ausgewählte Einzel-Titel aus den verschiedenen Anlageklassen.



Nach dieser Umfrage, in der 88 Vermögensverwalter aus ganz Deutschland befragt wurden, greifen 86% neben anderen Anlageinstrumenten auch auf ETFs zurück. Drei Viertel nutzen physisch replizierende ETFs. Rund 40% gaben an den ETF-Anteil zukünftig noch weiter zu erhöhen.
Den gesamten Artikel mit den Umfrageergebnissen können Sie hier nachlesen.

Besonders in den bekannten und besonders liquiden Märkten wie den USA oder in Europa kann aktives Management gegenüber der passiven Anlagestrategie kaum eine Verbesserung erzielen. Daher ist es durchaus sinnvoll auf einen Aktienindex zu setzen, der den gesamten Markt abdeckt. Beispiele für derartige ETFs, die aber dennoch eine regelmäßige Dividende an Anleger ausschütten, hatten wir in den Artikeln "ETFs aus Europa" und "ETFs aus Nordamerika" besprochen.

Es stellt sich auf der anderen Seite zurecht die Frage, welchen Mehrwert Vermögensverwalter ihren Kunden noch bieten können? Denn wie wir hier auf diesem Blog von "finanziell umdenken!" sehen, kann jeder Privatbürger ohne größere Probleme eigenständig mit ETFs handeln. In der heutigen Zeit mit verbreitetem Internetzugang und preisgünstigen Online-Banken war es noch nie so einfach für einen Privatanleger sein eigenes individuelles Portfolio zusammenzustellen.

Letztendlich "wissen" selbst Vermögensverwalter nicht wohin sich die Kapital-Märkte entwickeln werden. Daher wenden sie Strategien an, um das Geld von Kunden im Wert zu erhalten und möglichst auch zu vermehren. Einige dieser Vorgehensweisen kennen Stammleser von finanziell umdenken bereits. Falls Sie noch nicht so lange Leser dieses Blogs sein sollten, sind hier einige Beispiele:
Natürlich ergänzen Vermögensverwalter diese Grundsätze mit der persönlichen Markteinschätzung und dem Money Management. Aber wer nicht gerade mit Geldanlagen überhaupt nichts zu tun haben möchte, der kann den eigenen Vermögensaufbau und die Altersvorsorge selbst in die Hand nehmen.

Zum Weiterlesen:

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