Montag, 15. Oktober 2012

Aktien von Oktober bis April - höheres Risiko, aber auch höhere Chancen

Im Beitrag "Was ist wirklich dran an der Jahresendrally?" hatte ich betrachtet, wie der Kursverlauf des DAX in den letzten 15 Jahren jeweils vom 15.Oktober bis zum nachfolgenden 02.Januar verlaufen ist. Dort hatte ich zudem angekündigt, diese kleine statistische Untersuchung für den Zeitraum 15.Oktober bis 15.April des Folgejahres durchzuführen.


DAX von 1996 bis 2012 - Quelle: www.comdirect.de
Gleich vorneweg, das hätte sich in den letzten 15 Jahren wirklich gelohnt. Wenn man lediglich von 15.Oktober bis zum 15.April des Folgejahres in den Deutschen Aktien-Index DAX investiert gewesen wäre, dann wäre dabei eine durchschnittliche Rendite von 9,8% herausgesprungen.
Es gab in dieser Zeit aber immerhin vier Jahre, in denen die Rechnung nicht aufgegangen wäre, denn dort wurde jeweils einen Verlust zwischen 6 und 17% erzielt. Im Gegenzug war in immerhin neun Jahren ein Zuwachs von 10% oder mehr zu verzeichnen.

Hier die Ergebnisse in der Übersicht:
Kursentwicklung DAX jeweils vom 15.10 bis 15.04.

1996/1997: +28,6 %
1997/1998: +18,2%
1998/1999: +39,2%
1999/2000: -9,4%
2000/2001: +15,3%
2001/2002: -7,0%
2002/2003: +12,1%
2003/2004: +9,9%
2004/2005: +18,9%
2005/2006: +16,8%
2006/2007: -17,4%
2007/2008: -6,4%
2008/2009: +7,9%
2009/2010: +10,6%
2010/2011: +10,3%
Mittel:           +9,8%


Fazit:
Lediglich zeitweiliges Investieren zur Jahresendrally oder im Winterhalbjahr hätte sich statistisch in den letzten 15 Jahre wirklich gelohnt. Allerdings gibt es keine Garantie, dass sich diese Ergebnisse in den kommenden 15 Jahren auch wirklich wiederholen. Als spekulativer Marktteilnehmer kann man es jedoch möglicherweise darauf ankommen lassen.

Für mich, der das Ziel hat mit Aktien in erster Linie passives Einkommen zu erzielen, kommt diese Vorgehensweise als Basis-Investition nicht in Frage. Eine Möglichkeit auf diese statistische Auffälligkeit zu setzen, wäre, die Investments in Aktien im jeweiligen Herbst zu erhöhen und in der ersten Dekade eines Jahres neue Investitionen in Aktien zu reduzieren.

Zum Weiterlesen:

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