Mittwoch, 4. September 2013

Leben als Privatier im Ausland - Vorzeitig in den "Ruhestand" - Teil 6

Im nun folgenden letzten Teil der Artikelserie "Vorzeitig in den "Ruhestand"" blicken wir über Deutschland hinaus in die weite Welt. Denn es gibt nicht wenige Menschen, die zumindest zeitweise im Ausland leben, um dort den Ruhestand zu verbringen oder beruflich etwas neues zu versuchen. So ist für viele reizvoll zumindest in der dunklen und kalten Jahreszeit Deutschland zu den Rücken zuzukehren. Natürlich hat jeder unterschiedliche Vorlieben und Vorstellungen, daher kann die Auswahl an Ländern für einige geeignet, für andere dagegen völlig ungeeignet sein.

Als kleine Vorwarnung, das dürfte wohl der bislang längste Artikel auf diesem Blog geworden sein. ;-)

Um überhaupt etwas Struktur hinzubekommen, habe ich Erfahrungsberichte und Bewertungen im Netz über andere Länder für ein alternatives Leben gesammelt. Anschließend wurden gewisse Kriterien angewendet und Punkte vergeben. Daraus ergibt sich eine Art Rangliste und die zehn Länder mit der höchsten Punktzahl möchte ich hier auflisten. Die Kriterien sind unter anderem: Gesundheitssystem, allgemeine Lebenshaltungskosten, politische Strukturen, Lebensqualität und Klima.

Wie gesagt, es kann sein, dass jemand die Kombination aus Wärme und hoher Luftfeuchtigkeit nicht verträgt oder überhaupt keine Immobilie haben möchte. Andere sind bis ins hohe Alter topfit und kerngesund und legen daher weniger Wert auf ein gutes Gesundheitssystem. Zum anderen kann ich hier nur einige Themen kurz anreißen ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Im Grunde könnte ich daraus noch eine Artikelserie mit zehn weiteren Beiträgen erstellen :-)

Unter jedem Land gibt es noch den sogenannten Big-Mac-Index, der einen guten Vergleich der Lebenshaltungskosten ermöglicht. Dieser vergleicht die Preise des Big Mac bei McDonalds in mehr als 140 Ländern dieser Erde in der jeweiligen Währung und rechnet diese dann in US-Dollar um. Der Big-Mac-Index ist ein einfacher Indikator für die Kaufkraft einer Volkswirtschaft. Je niedriger der Wert, desto günstiger sind die Lebenshaltungskosten

Hier nun die zehn ausgewählten Länder:

Panama
Panama ist ein recht stabiles Land ohne größeres Währungsrisiko, da hier überwiegend der US-Dollar verwendet wird. Panama hat einen großen Küstenstreifen mit zahlreichen Stränden und entsprechend der geographischen Lage nahe das Äquators ist es ganzjährig tropisch heiß und schwül. Im Tiefland liegen die Tageswerte meist um oder über 30°C und nachts kühlt es kaum unter 20°C ab. Die Regenzeit ist von Mai bis November. Wer es kühler haben möchte, der muss rauf in die Berge, zum Beispiel nach Boquete.

Die Lebenshaltungskosten sind grundsätzlich niedriger als in Deutschland. Speisen im Restaurant kosten mit Getränk meist 5 bis 8 Euro.

Das Gesundheitssystem befindet sich zumindest in den Städten wie Panama-Stadt oder David durchaus auf einem Level mit europäischem Standard. Häufig haben die Ärzte in den USA studiert und sprechen somit auch englisch.
Ein Arztbesuch kostet in der Größenordnung um 30 Euro. Die verordnete Arznei kostet etwa halb so viel wie in den USA oder Europa. Zahnbehandlungen in Panama sind von hoher Qualität und kosten etwa nur halb so viel wie in Europa oder den USA. In ähnlicher Größenordnung liegen die Preise für Arzneimittel.

Big-Mac-Index: 2,88 Euro
Mehr zum Land auf Wikipedia.


Equador
Die Lebenshaltungskosten sind hier noch recht niedrig. Eine Mahlzeit im Restaurant kostet zwischen 3 und 6 Euro, ein einheimisches Bier dazu weniger als ein Euro dazu. Für eine Übernachtung im 3 Sterne Hotel für 2 Personen bezahlt man im Bereich 30 bis 40 Euro, für eine größere Mietwohnung im Bereich um 100 Quadratmetern um oder etwas unter 500 Euro pro Monat.
Einen Big-Mac-Index für Ecuador habe ich nicht gefunden, doch dürfte dieser unter 2,50 Euro liegen.

Das Klima ist in tieferen Lagen ganzjährig tropisch warm. Aufgrund der Anden bis in einer Höhe von 6000 Metern gibt es jedoch große regionale Unterschiede. Wer mit dem warmen und feuchten Klima nicht so gut zurecht kommt, hat die Möglichkeiten auf die mittleren Höhenlagen der Anden auszuweichen.

Das Niveau der medizinisches Versorgung entspricht in den größeren Städten im privaten Sektor in der Regel dem in Zentraleuropa. Der öffentliche medizinische Sektor ist jedoch insbesondere in ländlichen Gebieten nicht mit westeuropäischen Standards zu vergleichen.

Big-Mac-Index: < 2,50 Euro (Schätzung)
Mehr zum Land auf Wikipedia.

Malaysia
Mit einem normalen Lebensstil lässt es sich hier für unter 1000 Euro pro Monat schon ordentlich leben. Eine Speise im Restaurant ohne Getränk kostet etwa zwischen 2 und 5 Euro. Allerdings kann ein Bier hier durchaus auch schon mal 3 oder 4 Euro kosten.
Die gesundheitliche Versorgung in Malaysia entspricht nahezu westlichem Standard. Für einen ambulanten Arztbesuch muss man etwa 15 Euro bezahlen.

Die Qualität des Leitungswassers ist in den Großstädten ausreichend, in den ländlichen Regionen empfiehlt es sich jedoch das Leitungswasser abzukochen. Die Qualität der Lebensmittel unterliegt häufigen Kontrollen. Dennoch ist es nicht zuletzt wegen des hier herrschenden Klimas ratsam stets frisch zubereitete Nahrung zu sich zu nehmen.

Das Klima in Malaysia ist ganzjährig heiß und schwül. In der tropischen Sonne sind es tagsüber etwas über 30°C, nachts selten weniger als 20°C. Im kühleren Hochland von Westmalaysia ist es für Mitteleuropäer angenehmer. An der Ostküste herrscht von Oktober bis Februar Regenzeit.

Big-Mac-Index: 1,65 Euro
Mehr zum Land auf Wikipedia.


Mexiko
Für die Einreise nach Mexiko benötigt man ein Visum, dies kann jedoch nach drei Monaten Aufenthalt verlängert werden. Im Norden des Landes herrscht subtropisches Klima mit Wüsten und Canyons, weiter südlich ist es feuchter mit immergrünem Wald.
Die ärztliche Versorgung in Mexiko ist grundsätzlich gut, wenn man von einigen entlegenden Gebieten absieht. Gerade in den touristischen Gebieten muss man sich keine Sorgen über Hygiene oder Kompetenzen der Ärzte machen.
Wer auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte einen ausreichenden Vorrat dabei haben, jedoch können viele Medikamente häufig ohne Rezept in den Apotheken erworben werden.

Das Trinken von Leitungswasser ist nicht zu empfehlen, es sollte zuvor abgekocht werden. Abgefülltes Marken-Wasser aus dem Handel ist hingegen unbedenklich und ist besser auch für das Zähneputzen zu verwenden. 
Die Lebenshaltungskosten sind insgesamt deutlich niedriger als in Deutschland, aber bei Speisen gibt es größere Preisunterschiede. Wer das Risiko für Durchfallerkrankungen reduzieren möchte, bezahlt in Restaurants durchaus auch mal 10 Euro und mehr.

Big-Mac-Index: 2,05 Euro
Mehr zum Land auf Wikipedia.


Uruguay
Die Lebenshaltungskosten sind zwar noch immer günstiger als die in Mitteleuropa, aber für südamerikanische Verhältnisse sind sie schon recht hoch, daher ist Uruguay kein "Billigland"
Wer nicht auf exportierte Lebensmittel zurückgreift und eher die einheimischen Produkte auskommt, kommt etwa auf zwei Drittel bis drei Viertel der in Deutschland benötigten Lebenshaltungskosten, um seinen Lebensstil zu halten.
Der Erwerb von Grundeigentum ist selbst für Ausländer relativ unproblematisch. Aufgrund der recht hohen wirtschaftlichen und politischen Stabilität besteht in Uruguay für Investitionen in Immobilien ein gutes Umfeld.

Deutlich preiswerter als in Deutschland ist hingegen die medizinische Versorgung. Eine gute Rundumversorgung bekommt man häufig bereits für einen monatlichem Beitrag zwischen 50 und 100 Euro. Der medizinische Standard in Uruguay ist recht hoch

Im nördlichen Uruguay herrscht subtropisches Klima, nach Süden hin ist es gemäßigt. Verglichen mit Europa ähneln die Verhältnisse am ehesten denen der Küstenregionen von Nordspanien oder Südfrankreich. Im Sommer (Dezember bis Februar) liegen die Tageswerte am Meer mit etwas unter 30°C im angenehmen Bereich, während es im Landesinnern heißer ist.

Big-Mac-Index: 3,07 Euro
Mehr zum Land auf Wikipedia.

auxmoney.com - Kredite von Privat an Privat
Spanien
Die medizinische Versorgung ist in Spanien im Standardfall gut, vor allem in Städten und touristischen Reisegebieten. In akuten Fällen bekommt man auch in der Notfallstation des örtlichen Krankenhauses Hilfe. In einigen Ferienregionen wie zum Beispiel auf Mallorca oder Ibiza gibt es teilweise sogar Ärzte, die etwas deutsch sprechen.

Die Lebenshaltungskosten unterscheiden sich nicht allzu sehr von deutschen Verhältnissen. Aufgrund der Wirtschaftskrise sind die Preise in kleineren Städten und ländlichen Regionen etwas gefallen, während sie in großen Städten wie Madrid oder Barcelona bei Nahrungsmittel und Miete angestiegen sind.

Spanien ist u.a. aufgrund des Klimas ein beliebtes Land zum Verweilen. Allerdings ist im Hochsommer durchaus mit längeren Hitzewellen zu rechnen und die anhaltende Trockenheit führt zu Waldbränden. Im Herbst sind dagegen nicht selten heftige Gewitterschauer mit lokaler Überflutung zu erwarten.

Big-Mac-Index: 3,55 Euro
Mehr zum Land auf Wikipedia.


Costa Rica
In den Ballungszentren gibt es für den medizinischen Notfall einige gute Kliniken und Hospitäler und viele Ärzte sprechen dort englisch. In den ländlichen Regionen gibt es jedoch gelegentlich Engpässe, insbesondere bei der notärztlichen Versorgung.

Viele Preise sind in den letzten Jahren deutlich angestiegen und eine Wohnung mit einigermaßen Komfort kostet schon mindestens 300 bis 400 Euro. Elektronische Geräte sind im Standardfall etwas teurer als in Deutschland, dafür sind einheimische Lebensmittel günstiger.
Ein Essen im Restaurant kostet meist zwischen 4 und 10 Euro.
Wer sich nicht zu sehr einschnüren möchte, benötigt schon mindestens 1000 bis 1200 Euro pro Monat, um hier leben zu können.

Von Mai bis November herrscht in Costa Rica Regenzeit, wobei dies meistens keinen Dauerregen bedeutet, sondern neben sonnigen Episoden treten kräftige Schauern und Gewitter auf. Von Dezember bis April ist Trockenzeit, wobei Regenschauer dann nur selten zu erwarten sind. Im Tiefland ist es der geografischen Lage entsprechend schwülheiß, im zentralen Hochland ist es dagegen für einen Mitteleuropäer deutlich angenehmer ohne große Temperaturextreme.

Big-Mac-Index: 3,05 Euro
Mehr zum Land auf Wikipedia.


Irland
Die Lebenshaltungskosten in Irland sind im Vergleich zu Deutschland etwas höher (etwa 10 bis 20%). Besonders die Kosten für die Unterbringung sind hoch. In größeren Städten gibt es seit einiger Zeit Lidl und Aldi, die das allgemeine Preisniveau für Lebensmittel etwas reduzierten.

Beim Gesundheitswesen ist das irische Volk in zwei Gruppen unterteilt: Inhaber einer Medical Card und Nicht-Inhaber einer Medical Card. Mit dieser "Privatversicherung", die etwa ein Drittel besitzen, ist eine kostenlose medizinische Versorgung gewährleistet.
Personen, die nicht Inhaber einer Medical Card sind, erhalten zwar eine kostenfreie Behandlung in Krankenhäusern, müssen jedoch für ambulante und stationäre Arztbehandlungen selbst bezahlen.

Das Klima von Irland ist sehr ozeanisch geprägt. Zwar gibt es viele Tage mit Regen, aber extreme Hitze im Sommer oder große Kälte im Winter sind selten. Die Übergangsjahreszeiten Frühling und Herbst sind hier sehr lang und ausgeprägt.

Big-Mac-Index: >=4,00 Euro (Schätzung)
Mehr zum Land auf Wikipedia.


Thailand
Die Lebenshaltungskosten sind in Thailand in den letzten Jahren durchaus auf dem Weg nach oben. Dennoch lässt es sich mit etwas über 1000 Euro pro Monat hier schon ordentlich leben. Wer eher bescheiden lebt kommt auch mit rund 600 Euro aus.

Man sollte dort nicht abgekochtes Leitungswasser meiden und auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen extra aufbereitetes Trinkwasser benutzen.

Die medizinische Versorgung in Thailand kann man durchaus als gut bezeichnen. Jedenfalls gilt das im Standardfall für Gegenden rund um touristischen Hochburgen wie Bangkok, Pattaya und Phuket. In diesen Orten gibt es private Kliniken die sowohl vom Personal als auch von der jeweiligen Technik her auf dem neusten Stand sind. In ländlichen Gebieten entspricht die medizinische Versorgung nicht den westeuropäischen Standards.

Von März bis Juni ist es in Thailand sehr heiß, oft mit Temperaturwerten zwischen 35 und 40°C. Anschließend herrscht bis Oktober Regenzeit, neben Sonnenschein gibt es teilweise kräftige Regengüsse und Gewitter. Von November bis Februar ist die für Mitteleuropäer angenehmste Zeit. Bei Tageswerten um 30°C und Nachtwerten bei 20°C. Lediglich in den Bergen Nordthailands ist es zeitweise etwas kühler.

Big-Mac-Index: 2,05 Euro
Mehr zum Land auf Wikipedia.


Italien
Die Lebenshaltungskosten in Italien liegen etwa 10 Prozent höher als in Deutschland. So gehört zum Beispiel Mailand zu den teuersten Städten Europas. Der Süden des Landes ist dagegen kostengünstiger, aber richtig günstig nicht.
Die Preise für Speisen im Restaurant sind etwa denen in Deutschland ähnlich. Das einheimische Bier ist im Supermarkt günstig, in der Gastronomie eher etwas teurer als in Deutschland.

In Italien sind die meisten Ärzte gut ausgebildet und arbeiten in der Regel professionell. Allerdings ist es nicht trivial einen englisch sprechenden Arzt zu finden.
Falls ein Privatarzt aufgesucht wird, muss mit einer Anmeldegebühr von etwa 12 Euro und einer zusätzlichen Gebühr für jeden Arztbesuch (meist zwischen 50 und 100 Euro) gerechnet werden. Selbst wenn bei einer Krankenversicherung wird im Standardfall erwartet, dass die Gebühren sofort nach dem Arztbesuch entrichtet werden.

Neben den Sehenswürdigkeiten und der Nähe zum Mittelmeer ist sicher das wärmere Klima ein Grund für Italien. Allerdings können im Norden des Landes die Winter durchaus relativ kalt und neblig sein. Ähnlich wie in Spanien sind im Herbst dagegen nicht selten heftige Gewitterschauer mit lokaler Überflutung zu erwarten.

Big-Mac-Index: 3,70 Euro
Mehr zum Land auf Wikipedia.


Weitere Informationen zur Vorbereitung auf ein Leben im Ausland
Um sich grundsätzlich für ein dauerhaftes Leben im Ausland vorzubereiten, ist das Buch: "Im Ausland leben für Dummies" recht gut geeignet. Es geht auf mögliche Probleme wie "Kulturschock", Heimweh, Einsamkeit und "sich als Ausländer fühlen" ein.
Erfahrungswerte über Preise, die gesammelt werden und somit einen ausführlichen Überblick über die Lebenshaltungskosten in zahlreichen Ländern finden Sie auf der Webseite: eardex.com .

Einige weitere Quellen aus dem Netz mit Bewertungen von anderen Ländern, die sich prinzipiell für den Ruhestand eigenen, gibt es in der nächsten Ausgabe des Newsletters von finanziell umdenken, die noch in der ersten Septemberhälfte erscheint.


Wie erleben andere Menschen aus aller Welt den "vorzeitigen Ruhestand"?
Zum Abschluss noch eine kleine Auswahl von anderen Webseiten und Blogs, die über einen vorzeitigen Ausstieg aus dem aktiven Erwerbsleben berichten. Die meisten sind in englischer Sprache. Aber wer sowieso vorhat einen größeren Teil seiner Zeit außerhalb von Deutschland zu verbringen, kommt mindestens um eine weitere Sprache nicht herum. Englisch ist nun einmal die globale Kommunikationssprache und damit meiner Meinung nach Pflicht für jemanden, der "auswandern" möchte.
  • earlyretirementextreme.com
    Jacob aus den USA ist 35 lebt ein recht bescheidenes Leben. Er ist bereits frühzeitig aus dem aktiven Erwerbsleben ausgestiegen und berichtet mehr oder weniger regelmäßig davon.
  • reachfinancialindependence.com
    Pauline ist Französin und etwas über 30 Jahre alt. Sie verbringt einen Großteil ihrer Zeit in Guatemala. Sie hat einen gewissen Basisstrom an passivem Einkommen von mehreren hundert Euro und verdient mit ihren Blogs in ihrer freien Zeit richtig gutes Geld, wie sie mir verraten hat.
  • der-privatier.com
    "Der Privatier" war hier in dieser Artikelserie fleißiger Kommentator und hat mit seinen Erfahrungen diese Serie sehr bereichert wie ich fand. Er lebt allerdings in Deutschland.
  • Kommentar: Leben in Kanada
    Hier noch ein Leserkommentar, der einen kleinen Einblick in das Leben in Kanada gibt.


Das war der achte und letzte Artikel der Serie "Vorzeitig in den "Ruhestand"", bei dem wir uns das mögliche Leben eines Privatiers im Ausland anschauten und andere Leute, die über den vorzeitigen Ausstieg aus dem Erwerbsleben berichten.
Hier noch einmal in der Übersicht sämtliche Teile dieser Artikelserie:
Welche Erfahrungen haben Sie mit den Lebensgewohnheiten in Ländern außerhalb von Deutschland gemacht?

Zum Weiterlesen:

Kommentare:

  1. Eine tolle Übersicht!
    Für mich kommt nur Asien in Frage. Menschlich und klimatisch der ideale Ort. Malaysia und Thailand sind beide sehr gut. Kann es kaum erwarten wieder dort zu sein. Mit 1000 Euro ist man dort auf jeden Fall bestens aufgestellt. Wenn man seine Ansprüche auf Ortsniveau reduziert kommt man damit super durch. Wer Europäischen Standard sucht, wird dort auch mit 1000 Euro nicht glücklich werden.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. In der Tat. Neben Südeuropa scheinen das tropische Asien und Mittelamerika häufiges Ziel zum Auswandern oder einfach nur zum Überwintern zu sein.

      Löschen
  2. Hallo Lars,

    Respekt vor der Mühe, die Du Dir mit dem Zusammentragen all der vielen Details zu den einzelnen Ländern gemacht hast.
    Ich muss zugeben: Ich habe nicht wirklich jede einzelne Zeile gelesen. Umso mehr war ich überrascht, noch eine besondere Erwähnung meiner Webseite am Ende des Artikels zu finden. Zumal ich (wie Du richtig schreibst) in Deutschland wohne und mich mit dem Thema "Leben im Ausland" auch nicht wirklich befasst habe.

    Aber ich will zumindest meinem Ruf als eifriger Kommentator gerecht werden und noch ein paar "Gedanken eines Privatiers" beisteuern.

    Diese sind allerdings... sagen wir einmal "vorsichtig" (um nicht zu sagen "warnend" oder gar "ablehnend"). Denn ich könnte mir es momentan für mich nur sehr schwer vorstellen, auf Dauer im Ausland zu leben.
    Auf keinen Fall sollte man nämlich den Fehler begehen, eine vielleicht ganz angenehme Urlaubserfahrung von 2 oder 3 Wochen auf ein dauerhaftes Leben zu übertragen. "Urlaub" und "Leben" sind zwei unterschiedliche Dinge!

    Und das betrifft ganz viele alltägliche Details. Angefangen natürlich bei der Sprache, wo es im Urlaub vielleicht noch ganz witzig ist, sich mit Händen und Füssen zu verständigen, hört dies spätestens beim Ausfüllen eines amtlichen Formulars (Versicherung, Steuern, Notar, etc.) auf.
    Es geht weiter beim Essen, evtl. gesundheitlichen Gefahren und dem Klima. Eine Bekannte, die in Florida (ein Traumziel vieler) lebt, hat einmal gesagt: "Das ganze Jahr über immer nur Sonne kann einem ganz schön auf den Keks gehen."
    Mir selber geht manchmal das trübe Winterwetter auf den Keks, aber letztlich ist es gerade der Wechsel der Jahreszeiten, der es bei uns insgesamt doch recht angenehm macht.
    Und natürlich die Unterschiede in der Mentalität ! Manch einer hat schon Probleme, wenn er von nur von Nord- nach Süd-Deutschland zieht, oder von Ost nach West. Wie soll das erst in fernen Ländern sein?
    Ich habe während meiner Berufstätigkeit mehrfach mehrere Wochen im Ausland gearbeitet. Also kein Urlaub. Schon ein bisschen in Richtung Alltag.
    Es waren Länder dabei, wo man ganz zurecht kommt (z.B. USA und Canada), aber auch hier geht einem manches irgendwann auf den Keks.
    Andere Länder waren da schon etwas gewöhnungsbedürftiger (z.B. Saudi Arabien).
    Aber selbst so nette Nachbarn wie unsere italienischen Freunde ticken in vielen Dingen des Alltags anders. Das muss man erst mal lernen.
    Noch mehr lernen muss man naturgemäß, wenn es weiter weg geht. Meine Mitarbeiter aus Indien waren immer sehr freundlich, sehr höflich. Haben zu allem "Ja und Amen" gesagt, nie ein Wort des Zweifels, der Kritik oder auch nur eine Frage geäußert. Bis ich gelernt habe, dass Rückfragen in Indien als extrem unhöflich gelten.

    Nun gut - bevor mein Kommentar jetzt noch länger wird, als Dein Beitrag, ziehe ich jetzt schnell ein kurzes Fazit:

    Ich bleibe hier.

    Gruß, Der Privatier

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. In der Subüberschrift steht "andere Menschen aus aller Welt", also gehört dazu auch Deutschland ;-)

      Völlig richtig, der Schritt ins Ausland zu gehen kann unvorhergesehene Umstellungsprobleme verursachen. Daher auch der Buchhinweis im unteren Teil des Artikels zu diesem Spezialthema.
      Es ist anzuraten vorher in dem gewünschten Land ein paar Wochen Urlaub zu machen oder zum Beispiel den gesamten Winter dort zu verbringen. Dann merkt man schon besser, ob dieser Schritt für einen überhaupt in Frage kommt.

      Man muss sich ja nicht unbedingt komplett aus Deutschland verabschieden, sondern könnte zum Beispiel die Sommer hier verbringen und die Winter regelmäßig im Ausland.

      VG
      Lars

      Löschen
  3. Mal wieder ein toller Artikel, die gesamte Serie war sehr inspirierend. Vor allen Dingen hatte ich mir sofort das Buch von Peter Ranning bestellt. :)
    Bei Deiner Länderauswahl hättest Du vielleicht noch Malta/Zypern/Griechenland mit rein nehmen können, da diese wahrscheinlich auch mit zu den Favouriten zum Auswandern gehören könnten.

    AntwortenLöschen
  4. Hallo Lars,

    schöner Artikel. Ich vermisse aber den Aspekt "Besteuerung von Zinsen und Dividenden" im Ausland.

    Klar, man kann sich ein sonniges oder gar exotisches Land suchen, in dem man von seinem passiven Einkommen lebt. Man kann aber auch ein Land suchen, in dem keine oder geringe Steuern auf das passive Einkommen anfallen. Ob sich an der Besteuerung irgendwann mal was ändert, weiß man natürlich nie ...

    Wenn ich folgende Tabelle richtig verstehe, bieten sich in Europa z.B. Kroatien, Bulgarien, Luxemburg und Niederlande an:
    http://www.bzst.de/DE/Steuern_International/Auslaendische_Quellensteuer/auslaendische_quellensteuer.html

    Aufgrund der Nähe zu Deutschland und der leicht verständlichen Sprache würde ich die Niederlande favorisieren. Interessant finde ich auch den Gedanken, ins Grenzgebiet zu ziehen und so die Vorteile von Deutschland (Kultur usw.) und dem Nachbarland (niedrige Steuern) zu nutzen.

    Andere steuerlich günstige Länder wie Luxemburg kommen aufgrund der extrem hohen Mieten nicht in Frage. Muss man ja auch immer im Auge behalten.

    Auf was ich in keinem Land der Welt Lust habe, ist die Steuererklärung. Das bekommt man im Ausland wohl erst mal nicht ohne fremde Hilfe hin ...

    Beste Grüße
    Ulrich

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Also grundsätzlich gehe ich davon aus, dass jemand der in einer gewissen Höhe Zinsen und Dividenden erhält immer in irgendeiner Form Steuern entrichten muss. Auch wenn die Höhe unterschiedlich sein mag.

      Aber ich verstehe die Problematik.
      Mir fällt dazu ein, solange man sich nur temporär im Ausland aufhält, entrichtet man seine Steuern weiter in Deutschland. Sollte man jedoch grundsätzlich seinen Wohnsitz ins Ausland verlegen, dann muss man sich eh mit den dortigen Behörden wegen verschiedenster Dinge auseinandersetzen.

      VG
      Lars

      Löschen
    2. Hallo Ulrich, meine Antwort kommt möglicherweise zwei Jahre zu spät, aber lieber spät als nie. Ich spiele derzeit mit dem Gedanken nach Malaysia auszuwandern. Malaysia besteuert nach dem Territorialprinzip. Das heißt, dass nur das Einkommen dass innerhalb Malaysias erwirtschaftet wird auch besteuert wird. Zum Beispiel wäre dies das Lohneinkommen bei einer abhängigen Beschäftigung innerhalb Malaysias, Dividenden malaysischer Unternehmen, Zinsen auf in Malaysia geführte Bankguthaben. Malaysia kennt keine Vermögenssteuer oder Erbschaftssteuer. Dividenden ausländischer Unternehmen werden lediglich an der Quelle besteuert. Da Malaysia mit vielen Ländern Doppelbesteuerungsabkommen hat, kann man sich einen Teil der Quellensteuer (üblicherweise der Teil der 15% übersteigt) wieder zurück erstatten lassen. Malaysia hat zudem auch ein interessantes Einwanderer-Programm. Es heißt "Malaysia my 2nd home" oder kurz MM2H.

      Meines Wissens besteuern auch Thailand und die Philippinen nach dem Territorialprinzip. Sehr wahrscheinlich auch zahlreiche weitere Staaten.

      Löschen
  5. Und was machen die Rügener Kreidefelsen (Königsstuhl) bei Panama? ;-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Bei so viel Text wollte ich zur Auflockerungen zwei Bilder mitliefern. Diese sind aber nicht beschriftet, weil sie keinem Land zugeordnet werden sollen. Aber stimmt, bevor weitere Missverständnisse auftreten habe ich das erste Bild ein Stück nach oben verschoben ;-)

      Löschen
  6. Ich gehöre in gewisser Weise zu der oa Gruppe und lebe sechs Monate im Jahr auf den Philippinen, der Heimat meiner Frau. Allerdings lebe ich nicht ausschl. von passivem Einkommen, das stellt für mich nur ein schönes Zubrot dar.

    Zunächst einmal zu den Philippinen (PH):
    Vorteile:
    Lage: 7000 Inseln, Strand, "Barcadi feeling" möglich.
    Sprache, denn Englisch ist Amtssprache und wird von den meisten Pinoys (Philippinos) verstanden und gesprochen.
    Steuern: Ausländer sind auf den PH nur mit ihren phil. Einkünften steuerpflichtig. Ein Deutscher, der z.B. ausschl. quellensteuerfreie Dividenden (z.B. aus GB) vereinnahmt, ist von der Steuer befreit, kassiert also legal(!) brutto = netto..
    Klima: Trockenzeit von Okt. bis April, sonst Regenzeit - gilt für den Großraum Manila. In anderen Landesteilen andere Zeiträume.
    Lebenshaltungskosten: Soweit es sich um Dienstleistungen handelt - sehr preiswert: Friseur 0,50 €, Arztkonsultation ca. 10 €, maid ca. 50 €/Monat pls. Verpfl., Fahrer ca. 8 €/Tag.
    Essen: Es kommt drauf an. Bei lokalen Eßgewohneiten (Reis, Fisch, Gemüse) preiswert, will man europ. Essen ca. die deutschen Preise.
    Essen ist ein schwieriges Thema - ich suche dort schon seit Jahren nach einem vernünftigen Körnerbrot.....
    Nachteile:
    Krankenversicherung. Die gesetzl. KV zahlt nicht im Ausland, eine private Vollversicherung ist teuer.
    Vernünftige Krankenhäuser sind teuer.
    Miete/Wohnung: Grundbesitz für Ausländer praktisch nicht möglich, man muß mieten oder Kauf eines Condominiums. Jährlich Mieterhöhung üblich. Wohnen in einer Ausländer-Community zweckmäßig, wenn man keine eigene Familie dort hat.
    soziale Umgebung: Als Ausländer wird man "abgezockt" - höhere Preise oder Schmiergeld. Gesundes Mißtrauen auch zu den eigenen Landsleuten ist lebensnotwendig.
    Umweltschutz: Erst in den Anfängen - Plastikmüll häufig überall.

    Lt. Foren gibt es dort Rentner, die mit ca. 650 - 700 € Rente auskommen, allerdings ist das Leben auf - in meinen Augen - niedrigem Niveau. Man muß berücksichtigen, daß die Inflation auf den PH bei ca. 5 - 10% liegt (ehr am oberen Ende). Steigt die Rente nicht mit der gleichen Rate und/oder sinkt der Wechselkurs, kann es sehr eng werden. Vor einiger Jahren gab es einen Kurs von 1 € = ca. 70 PHP, er sank aber auch schon auf die Nähe von 1:50.
    Steigende Preise und sinkender Wechselkurs bei gleichem Einkommen führt natürlich zu einer erheblichen Einschränkung des Konsums/der Lebensqualität. ME sollte man ein Einkommen von 1.000 € bis 1.500/Monat haben, um dort das Leben genießen zu können. Außerdem Absicherung durch eine Krankenversicherung.

    Viele der Überlegungen wurden in den oa Kommentaren (zunächst Urlaub machen, Mentalitätsunterschiede ua) bereits angesprochen.
    Als Informationen bieten sich bei außereuropäischen Ländern auch die entsprechenden Länderforen an. Dort schildern häufig bereits dort lebende Expats ihre Umstände und man kann entsprechende Fragen stellen.

    Am Allerwichtigsten, da es sich hier um "passives Einkommen" handelt:
    Das Geld auf jeden Fall in West-Europa (D., CH) lassen und nur immer die notwendigen Beträge transferieren.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Damit haben wir einen weiteren sehr ausführlichen Bericht über die Philippinen. Super, vielen Dank dafür!

      Eine Frage hätte ich noch zu den Steuern auf Zinsen und Dividenden. Wenn man den Hauptwohnsitz auf den Philippinen hat, zahlt man dort Steuern. Aber wenn man den Hauptwohnsitz weiter in Deutschland hat (also man ist Ausländer auf den Philippinen), dann zahlt man Steuern in Deutschland. Also irgendwo zahlt man doch immer Steuern, oder?

      Löschen
  7. Da hier schon mehrfach die Frage der Steuer angesprochen worden ist, möchte ich einmal kurz warnen:
    Die "Flucht" ins Ausland hilft nicht wirklich, solange man noch Einkünfte in Deutschland hat (also z.B. Zins- u. Dividenden-Einkünfte auf deutschen Konten oder Mieteinkünfte). Dafür sorgt das sog. Außensteuergesetz! Danach ist man noch mindestens 10 Jahre beschränkt in Deutschland steuerpflichtig. Auch bei kompletter Wohnsitzverlagerung ins Ausland. Mehr Details kann ich aber dazu nicht bei-steuern, da ich mich mit diesem Thema nicht näher befasst habe.

    Gruß, Der Privatier

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nach meiner Meinung sollte die Hauptmotivation einen gewissen Anteil seiner Zeit im Ausland zu verbringen andere sein als Steuern zu vermeiden. Mir ist bekannt, dass dies jedoch einige machen.

      Die Steuergesetze können sich relativ rasch wieder ändern und wenn einem das ausgewählte Land sonst eigentlich nicht gefällt, muss man wieder in ein anderes Land ziehen und sich neu eingewöhnen, usw.

      VG
      Lars

      Löschen
    2. Wenn in einem Finanz-Blog die Überschrift lautet "Leben als Privatier im Ausland", dann denke ich eigentlich schon erst mal an die finanziellen und damit auch steuerlichen Aspekte und nicht daran, wie das Wetter in den einzelnen Ländern ist.

      Der Gedanke ist doch naheliegend, wenn man z.B. 1.000 oder 2.000 Euro passives Brutto-Einkommen hat: Wo auf der Welt kann ich damit gut leben? Und da spielt neben den von dir berücksichtigten Lebenshaltungskosten (sozusagen "Ausgabenvermeidung") natürlich der steuerliche Aspekt eine zentrale Rolle ("Steuervermeidung"). 0%, 15% oder gar 30% machen einen gewaltigen Unterschied und können darüber entscheiden, ob das Geld fürs Leben reicht oder eben nicht.

      Klar, die Gesetze können sich ändern. Aber in einem Land, in dem über Jahrzehnte nie Zinsen oder Dividenden besteuert wurden, ist die Chance ganz gut, dass dies so bleibt. Übrigens können sich in den von dir genannten exotischeren Ländern auch die Lebenshaltungskosten sehr schnell ändern. Stichwort Inflation.

      Was "Land & Leute" betrifft, empfiehlt sich natürlich immer zunächst ein ausgedehnter Kennenlern-Urlaub, bevor man mit Sack und Pack dort hin zieht. Sprachkenntnisse wären auch nicht schlecht ...

      Beste Grüße
      Ulrich

      Löschen
  8. Ich antworte hier, weil eine direkte Antwort nicht funktioniert:

    Wenn man seinen Wohnsitz ausschl. auf den PH hat, ist man in D. nur beschränkt steuerpflichtig. Darunter fallen dann nur die sog. inländischen Einkünfte, d.h. Einkünfte aus deutschen Quellen.
    Auf den PH werden Ausländer nur mit ihren phil. Einkünften besteuert.
    Steuerlich ergibt sich somit folgende Besonderheit:
    Zinsen auf deutsche Sparguthaben oä unterliegen in D. dann nicht der Steuerpflicht, werden also brutto=netto ausgezahlt. Auf den PH besteht ebenfalls keine Steuerpflicht.
    Bei Divindenden deutscher(!) Unternehmen halten diese eine Kapitalertragsteuer von 25% ein (= gleicher Prozentsatz wie Abgeltungssteuer, aber nicht verwechseln!). Diese Kapitalertragsteuer wird aufgrund des deutsch-phil. Doppelbesteuerungsabkommen auf 15% ermäßigt. Die Ermäßigung muß beim Bundeszentralamt für Steuern beantragt werden.
    Hat man keine deutschen Aktien, sondern z.B. welche aus a) GB oder b) USA werden im Fall a) keine Quellensteuern einbehalten. Die Auszahlung erfolgt brutto = netto, keine Steuerpflicht auf den PH.
    Im Fall b) sieht das us-phil. Doppelbesteuerungsabkommen einen US-Satz von 25% (bei D. = 15%) vor.

    Bei einer Beibehaltung des deutschen Wohnsitzes wird es kompliziert, denn es kommt auf den Mittelpunkt der Lebensverhältnisse an. Die einzelnen Auswirkungen darzustellen, würde hier zu weit führen.

    Zu dem hier angesprochenen Außensteuergesetz:
    Die erweiterte beschränkte Steuerpflicht von 10 Jahren gilt nur in besonderen Fällen, z.B. hohen Einkünften. Die angesprochenen deutschen Mieteinkünfte sind nach den allermeisten Abkommen sowieso in D. steuerpflichtig.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ok, das hängt also vom Sitz des Unternehmens ab und auch wo genau der eigene Hauptwohnsitz ist. Das hört sich nach mehreren Freiheitsgraden an, die wahrscheinlich auch in jedem Land anders gehandhabt werden. Da empfiehlt es sich wohl vorher auf jeden Fall mit einem Steuerfachmann über die eigene individuelle Situation zu sprechen.
      Auf jeden Fall vielen Dank, für die Philippinen wissen wir es jetzt sehr detailliert. :-)

      Löschen
  9. Mein Name ist Toni Maier, ich bin 66 Jahre, lebe seit August 2012 in Thailand, meine Brutto Rente beträgt 2200 Euro. Ich habe mich im Internet über Dumaguete (Philippinen) Informiert, ich werde 2015 mich dort für einige Zeit aufhalten, wenn es mir dort gefällt werde ich dort meine Zelte aufschlagen. Was mir sehr gut gefaellt,die Mädchen sind auf den Phils sehr hübsch, mit Englisch kommt man besser zurecht als in Thailand. Ich denke mein Einkommen ist für 2 Personen Ausreichend, zumal ich Nichtraucher bin und keinen Alkohol trinke

    AntwortenLöschen
  10. Auf der Seite "Leben im Ausland aus finanzieller Sicht" besprechen wir weitere Erfahrungsberichte über Mitteleuropäer in klassischen Ländern zum Überwintern oder für den Ruhestand.

    AntwortenLöschen
  11. Ich hoffe das liest hier jemand. ich lebe in panama und ich verstehe nicht das immer nur positive sachen berichtet werden im internet dabei ist hier wirklich alles sehr negativ, das fällt besonders auf wenn man andere länder in afrika oder asien bereist hat. Die panamenos sind sehr scheinfreundlich faul und verlogen, undgebildet und geldgierig. Von wegen gelassenheit, wenns ums arbeiten geht sind sie gelassen aber beim geld kassieren sind sie ganz schnell. Es wird sich grundsätzlich nicht an vereinbarungen gehalten egal ob mündlich schriftlich oder beim anwalt. Arbeit bleibt liegen und es schlecht gemacht, ständig stau und unfälle überall. Die Panamenos machen einem nur probleme wo sie können, man bezahlt oft ohne gegenleistung zu bekommen. Sachen die normalerweise nur einige tage dauern dauern hier oft monate oder jahre. (zb grundstück oder hauskauf) Die leute winken zwar freundlich und hallo und schönen tag aber das wars auch schon das ist alles nur getue, helfen können und wollen sie dir nicht wirklich. Preise sind extrem hoch es wird aber nur schrott verkauft egal ob immobilien oder autos oder was auch immer. Dann kommt dazu das überall nur polizei sind kontrollen ohne ende bürokratie ohne ende noch schlimmer als in deutschland. Ich hoffe das hier liest jemand und macht nicht den fehler nach panama auszuwandern.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Auch ich denke über auswandern nach. Allerdings immer mit Zweitwohnsitz in Deutschland. Andere Länder, andere Sitten. Es ist einfach so. Von der oft mangelhaften ärztlichen Versorgung abgesehen. Aber: Deutschland ist mittlerweile auch nicht mehr das was es mal war. Die zu großen Teilen unkontrollierte Zuwanderung wird uns noch mächtig zu schaffen machen. Alles Gute weiterhin!

      Jonas

      Löschen

Bitte kein Spam und beleidigende Äußerungen!