Montag, 4. Februar 2013

Entscheidungen, die Manager hinterher am häufigsten bereuen

Im Harvard Business Manager bin ich über einen Artikel gestolpert. Und zwar wurden einige Manager befragt, was sie rückblickend auf ihren Lebens- und Karriereweg mit der erworbenen Erfahrung heute anders machen würden. Wie so oft im Leben müssen mitunter auch schwerwiegende Entscheidungen getroffen werden, die nachhaltige Veränderungen bringen. Nicht alle Entscheidungen führen zum Erfolg, sondern einige auch zu Enttäuschungen.

Fünf Aspekte haben sich bei der Befragung herauskristallisiert, die immer wieder genannt wurden.


  •  "Ich wünschte, ich hätte mich nicht wegen des Gehalts für meinen Job entschieden."
Hier geht es darum, dass sich Leute für einen Job entschieden haben, der ihnen letztendlich nur bedingt Spaß machte. Wenn eine Arbeit jemanden keine Freude bringt, dann wird derjenige die Arbeit auch nicht wirklich gut machen können.

  •  "Ich wünschte, ich hätte eher gekündigt."
In einem früheren Beitrag hatte ich dies bereits geschrieben. Wenn jemand innerlich kündigt, weil ihm am Arbeitsplatz etwas grundlegendes nicht passt, dann sollte man auch wirklich real kündigen. Es geht nicht um vorübergehende Motivationsprobleme oder Neuerungen, an die man sich erst gewöhnen muss. Sofern jemand im Standardfall ungerne zur Arbeit geht, dann wird sich dies in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht mehr ändern.

  • "Ich wünschte, ich hätte den Mut, mein eigenes Unternehmen zu gründen."
Unternehmensgründungen sind mit hohem Risiko behaftet und ein Großteil der Unternehmensgründer scheitert bereits in den ersten Jahren, oft weil sie sich nicht ausreichend vorbereitet haben.
Ein Angestelltenverhältnis hat auch einige angenehme Vorteile, aber wenn man mehr Ideen hat, als sich im aktuellen Job umsetzen lassen und man grundsätzlich nicht zufrieden ist, dann sollte dieser Schritt ernsthaft in Erwägung gezogen werden. Als erfolgreicher Unternehmer lässt sich wesentlich mehr Geld verdienen als in einem Angestelltenverhältnis.

  •  "Ich wünschte, ich hätte meine Zeit an der Universität besser genutzt."
Hier geht es darum, dass die Studentenzeit sich hinterher meistens als die freieste Zeit im Leben erweist. Nach der Studentenzeit warten ein anstrengender Job oder eine Familiengründung mit diversen Verpflichtungen

  •  "Ich wünschte, ich hätte bei meiner Karriere mehr auf mein Bauchgefühl gehört."
Ungenutzte Gelegenheiten können später bereut werden. Vor allem wenn man hinterher erfährt, dass ein anderer für seinen Mut belohnt wurde und man selbst der vergebenen Möglichkeit nachtrauert.

Der vollständige Artikel: Welche Entscheidungen Manager am häufigsten bereuen

Zum Weiterlesen:

Kommentare:

  1. @Lars: Tja im Nachhinein ist man immer schlauer. Wenn die Manager die Entscheidungen bereuen, dann ist es schon längst zu spät...

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    1. Hi Markos, genau, daher fand ich diesen Artikel so interessant. Denn es muss ja nicht jeder dieselben Fehler noch einmal machen ;-)

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  2. Fehlt noch die Umfrage unter den gescheiterten Gründern mit der Aussage "wäre ich nur Angestellter geblieben...."

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  3. Ein berühmter Grieche hat gemeint "ich hätte mir früher bessere Berater suchen müssen".

    Dieser Spruch fiel mir tief ins Herz. Aber die Umsetzung ist nicht so einfach.
    Ich habe einige Ideen und brauche dafür nur einen(!) gescheiten Steuerberater. Bisher habe ich leider keinen getroffen. Wie kann man im voraus einen "abtasten"?
    Um herauszufinden, ob einer gut ist oder nicht, muss man mit ihm "ein Stück mitgehen", sprich mind. 1 Jahr ihm die privaten Steuerangelegenheiten anzuvertrauen.
    Was die Steuerberater dafür verlangen, passt ja in keine Schränke.

    Aber im Nachhinein betrachtet, auch wenn man viel Lehrgeld an unseriöse Branchenvertreter bezahlt hat, und letztendlich einen passenden gefunden hat, dann kann man alles aufholen und viel mehr (als wegen fehlendem Superheld nichts unternehmen und weiterhin mittelmaß bleiben).

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