Sonntag, 24. Februar 2013

Buchrezension: Die Regeln des Reichtums

Wer sich bilden möchte, der muss meiner Meinung nach sehr viel lesen. Nicht nur im Internet, sondern auch ziemlich viele Bücher. Das gilt auch für die finanzielle Bildung. Ein Buch, was ich für den Einsteiger, aber selbst für den fortgeschrittenen Geldanleger nützlich halte, möchte ich heute in einer kurzen Rezension vorstellen. Es handelt sich um das Buch "Die Regeln des Reichtums" (bzw. die englischsprachige Originalversion Rules of Wealth) von Richard Templar.


In diesem Buch geht es um eine Denkweise, die reiche Menschen von armen Leuten unterscheidet. Wer Wohlstand und finanzielle Unabhängigkeit genießen möchte, der muss seine finanzielle Denkweise sowie sein Handeln im alltäglichen Leben ändern. Vor allem muss er etwas tun, so die Intention des Autors.

Der Inhalt von "Die Regeln des Reichtums" ist auf einhundert Regeln aufgeteilt, die in kleinen Portionen jeweils auf zwei bis drei Seiten serviert werden. Man bekommt daher keine langatmigen oder komplizierten Kapitel vorgesetzt und die kurzen Abhandlungen lassen sich beispielsweise auf kleineren Reisen oder selbst auf dem Weg zur Arbeit gut lesen.

Als grobe Gliederung geht es in den ersten 18 Regeln darum die Denkweise von reichen Menschen kennenzulernen. In den Regeln 19 bis 79 gibt es vom Autor konkrete Handlungsempfehlungen wie man Vermögen aufbauen kann. Wie man seinen einmal erzielten Wohlstand dauerhaft erhält, wird in den Regeln 80 bis 88 behandelt. Zuletzt wird einem nahe gelegt, auch andere Personen an seinem Reichtum teilhaben zu lassen.

"Die Regeln des Reichtums"
von Richard Templar
Bei einem Blick auf die konkreten Themen wird in den ersten Regeln die wichtige Zielsetzung eines Vorhabens sowie die Motivation, sich überhaupt um seine Finanzen zu kümmern, behandelt. Zudem erfährt der Leser, dass man sich gegenüber anderen Leuten bei Geldgeschäften korrekt verhalten soll und welche Alltagsgewohnheiten viele Reiche haben.
Das Vermeiden und Zurückzahlen von Schulden wird ebenso von verschiedenen Seiten betrachtet wie das richtige Sparen und Investieren.

Sicher gut geeignet für einige Workoholics ist der Themengegenstand, welche Tätigkeiten lieber an andere delegiert werden, als sich mit Arbeits-Bereichen aufzuhalten, in denen man selbst kein Fachmann ist. Denn man sollte die kostbare Zeit dazu nutzen, seine Stärken einzusetzen.

Im letzten Viertel des Buches gibt es einige Vorschläge des Autors wie man sich am besten verhält, wenn jemand Geld geliehen haben möchte, der einem nahe steht. Ein durchaus sensibles Themengebiet, das zum Nachdenken anregt.

kleinere Kritikpunkte
Einige Regeln haben inhaltlich eine größere gemeinsame Schnittmenge und man hätte aus zwei auch ein Kapitel machen können. Allerdings wäre man dann wohl nicht auf exakt einhundert Regeln gekommen.
Die kurzen Kapitel liefern zwar den Sachverhalt meist gut verständlich, aber bei einigen Regeln hätte ich mir noch etwas mehr Tiefgang gewünscht.

Es gibt im Einzelfall auch Hinweise, die ich nicht unterstütze, wie beispielsweise die Regel, dass man nicht zur Miete wohnen, sondern die Wohnung oder die Immobilie kaufen soll.
Oder, "wer reich sein möchte, solle wie ein reicher Mensch gekleidet sein", gehört ebenfalls dazu. Allerdings muss ich dazu sagen, dass manche Aussagen bewusst etwas überspitzt sind, damit diese auch beim Leser ankommen. Wie bei allen Ratgebern ist oft nicht das konkret geschriebene Wort, sondern die Quinteszens dahinter entscheidend.

Fazit
Ein Großteil der hundert Regeln sind wirklich wertvoll und für Leute, die sich bislang nicht weiter mit Geldanlagen und Vermögensaufbau gekümmert haben, durchaus empfehlenswert. Mit diesem Werk erhält man als Leser eine gute Portion finanzieller Bildung.

Wer sich bereits intensiver mit den Themen Vermögensaufbau und erfolgreiche Geldanlage befasst hat, erfährt im Buch "Die Regeln des Reichtums" (oder in der englischsprachigen Originalversion Rules of Wealth) zwar nichts grundlegend neues. Allerdings können einzelne Regeln zur Auffrischung selbst für fortgeschrittene Finanziers neue Motivationsschübe geben.

Zum Weiterlesen:

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