Sonntag, 29. März 2015

Aktueller Stand High Yield/Dividend Depot im März 2015

Das erste Quartal des Jahres 2015 geht schon wieder zu Ende und es wird Zeit für ein Update des High Yield/Dividend Depot. Zur Erinnerung, das High Yield/Dividend Muster-Depot ist als ein Bestandteil eines diversifizierten Portfolios zu sehen. Hier wird in ausschüttungsstarke Aktien und Anleihen via ETF investiert, mit dem Ziel ein möglichst hohes passives Einkommen zu erzielen, ohne gleichzeitig zuviel Risiko einzugehen. Die Gesamt-Rendite betrug im Jahr 2014 +12,9 Prozent und die Ausschüttungsrendite liegt bei 6,1 Prozent p.a.

Seit einer Korrektur im Herbst 2014 gab es eine deutlich positive Entwicklung an vielen Aktienmärkten der Welt. Davon konnte auch der Kurswert des High Yield/Dividend Depot profitieren, obwohl über 6 Prozent an Ertrag ausgeschüttet wurden - daher im Kurswert unberücksichtigt bleiben und 25 Prozent des Depots aus anderen Anlageklassen wie Anleihen bestehen. Das Kursplus des Depots beträgt derzeit 17,8 Prozent.
Ein nicht unerhebliche Faktor der positiven Kursentwicklung an den Kapitalmärkten ist sicherlich das massive Aufkaufen von Anleihen aus der Eurozone durch die Europäische Zentralbank EZB und die damit verbundene Abwertung des Euro.

Neben der jährlichen Ausschüttungsrendite um 6 Prozent
gab es beim High Yield/Dividend Depot zudem kräftige
Kurssteigerungen in den letzten Monaten
Ausschüttungsrendite stabil bei 6,1 Prozent p.a.
Die Ertragsausschüttung des Muster-Depots ist derzeit im Vergleich zu den extrem hohen Werten von fast 7 Prozent p.a. im Sommer 2013 etwas niedriger, liegt aktuell aber mit 6,1 Prozent noch immer auf einem hohen Niveau.

Den Umstand der in den letzten 2 Jahren zurückgegangen Erträgen bei High Yield-Anleihen, aber auch bei einigen Aktien (zum Beispiel REITs) hat im Wesentlichen den Hauptgrund der niedergelegten Käufe von Staatsanleihen seiten der US-Notenbank Federal Reserve. Zudem dämpfen Erwartungen steigender Zinsen - wie der Markt dieses in den USA erwartet - traditionell die Performance von High Yield-Anleihen (auch Junk Bonds genannt).

Derartige Schwankungen sind bei High Yield-Investments allerdings nicht ungewöhnlich. Denn der Name suggeriert bereits ein höheres Risiko für Kürzungen von Zins- und Dividendenzahlungen und man sollte bei einer langjährigen Kalkulation nicht unbedingt von der oberen Bandbreite der möglichen Rendite ausgehen. Das Ausfall-Risiko ist in der Ummantelung eines ETFs für einen Privat-Anleger jedoch ziemlich gering, weil es sich hier im Standardfall um mehrere Dutzend, oft sogar mehrere hundert Einzel-Investments handelt. Selbst wenn ein gewisser Prozentanteil zahlungsunfähig werden sollte, zahlen die meisten Wertpapiere weiterhin hohe Zinsen und Dividenden.

Niedriger Euro ein Grund für höheren Ertrag
Der weiter oben angesprochene niedrige Eurokurs wirkte nicht nur kurssteigernd, sondern sorgte für eine teilweise merkliche Erhöhung der regelmäßigen Erträge der ETFs. Signifikant im Vergleich zu den ersten Ausschüttungen des Jahres 2014 war dies unter anderem bei

der Fall.

Angesammelte Liquidität reinvestiert
Der letzte Kauf oder Hinzukauf eines ETFs liegt mittlerweile ein paar Monate zurück. Somit konnten die Ausschüttungen für eine Ansammlung von Liquidität sorgen. Ein Teil davon wurde in der zurückliegenden Woche in den Global X SuperDividend ETF reinvestiert, dessen Gewichtung nun im Depot etwas auf rund 9 Prozent angestiegen ist.

Weitere Möglichkeiten/ Bausteine eines eigenen Wertpapier-Portfolios
Das hier genannte High Yield/Dividend Depot ist für Anleger als ein interessanter Bestandteil eines diversifizierten Depots gedacht. Hier wird weniger Wert auf die Kursentwicklung der Investments, dafür aber umso mehr auf regelmäßiges und hohes passives Einkommen gelegt.
Wem das weniger wichtig ist, für den gibt es noch andere Möglichkeiten. An mich treten häufiger Leser heran, die generell Vermögen aufbauen möchten und nur einen kleinen Teil regelmäßig ausgeschüttet bekommen wollen. Die Idee ist durchaus nachvollziehbar, denn Wachstumswerte, zu denen oft Technologie-Aktien gehören, behalten ihre Gewinne komplett im Unternehmen und investieren sie dort.

Ein Beispiel aus zehn ETFs, die Aktien, Anleihen und Immobilien abdecken, finden Sie auf der Seite "Ein Weltdepot selbst zusammenstellen".
Wer sich sogar nur auf den Aktienmarkt konzentrieren oder mit Aktien wenig Aufwand haben möchte, findet dort zudem ein Beispiel bestehend aus drei ETFs, die große und kleine Unternehmen aus aller Welt abbilden.


Falls Sie ein Freund von Einzel-Aktien sind, werfen Sie auch einen Blick in das Musterdepot der Dividenden-Aristokraten und auf die Liste der profitablen Investments.

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