Donnerstag, 8. März 2012

Für ambitionierte Investoren: Global X SuperDividend ETF (ISIN: US37950E5490)

Der noch junge "Global X SuperDividend ETF" mit der ISIN: US37950E5490 (WKN: A1JJ54) beinhaltet Aktien von 100 weltweiten Unternehmen mit der höchsten Dividendenrendite. Einige Unternehmen im ETF schütten derzeit eine Dividende von über 10% aus.

Die sind derzeit wie folgt auf folgende Regionen verteilt.
USA : 34.51%
Australien: 26.21%
Europa: 22.28%
Asien: 6.54%
Kanada: 6.14%

Die im ETF enthaltenden Unternehmen beinhalten ein nicht unerhebliches Risiko. Für Leute, die Ruhe im Depot haben möchten, ist dieses Investment möglicherweise nur bedingt geeignet. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unternehmen im ETF nicht nur wegen einer Verringerung der Dividendenausschüttung, sondern wegen massiver Probleme - bis hin zur Insolvenz - ausgetauscht werden muss, ist erhöht. Als interessante Beimischung im Depot kann dieser ETF aber durchaus eine schöne Rendite mit monatlicher Ausschüttung bringen. Hier die letzten Ausschüttungen.
Geldesel von http://koptisch.wordpress.com 

Monatliche Dividende in US-Dollar
01.03.2012 0,063 Dividende
01.02.2012 0,033 Dividende
28.12.2011 0,275 Dividende
01.12.2011 0,089 Dividende
01.11.2011 0,059 Dividende
03.10.2011 0,277 Dividende
01.09.2011 0,097 Dividende
01.08.2011 0,081 Dividende
01.07.2011 0,101 Dividende

Im Jahr 2011 kam der ETF etwa auf eine Ausschüttungsquote von 8%. Grund genug, um nicht nur in der Liste der "Ausschüttungsquoteen von ETFs" aufgenommen zu werden, sondern gleich die Spitzenposition aller bislang gelisteten ausschüttenden ETFs zu besetzen. Die jährlichen Gebühren sind für einen ETF mit 1,1% ziemlich hoch, dafür nimmt einem der ETF die Problematik der Doppelbesteuerung ab und tauscht ggf. nicht mehr rentable Unternehmen aus. Von daher finde ich die Kosten durchaus noch vertretbar.

Seit Start des Fonds wurden bereits rund 47 Millionen US-Dollar in diesen jungen ETF investiert. Immobilien-Aktien (REITs), Telekommunikation, Finanzdienstleistungen und zyklische Konsumerwerte sind die führenden Sektoren.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite von Global X ETFs.

Fazit
Nicht als Basisinvestment, aber für ambitionierte Anleger als eine würzige und vor allem renditestarke Beimischung im Depot geeignet.

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Zum Weiterlesen:

Kommentare:

  1. wo / woe kann man denn den in Deutschland erwerben?

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  2. Der Erwerb erfolgt z.B. bei der Comdirect telefonisch. Aber auch bei anderen Banken sollte man bei Interesse einfach mal nachfragen.

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  3. So, der ETF hatte kürzlich 1-jährigen Geburtstag. Die Ausschüttungsrendite betrug brutto im ersten Jahr 7,2%.

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  4. Hallo Lars, was hältst Du von ETF's wie db x-trackers EURO STOXX® SELECT DIVIDEND 30 ETF? Niedrige Gebühren und derzeit relativ günstig.

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    1. Hallo,
      ich stimme Dir zu, auch wenn man nicht ausschließen kann, dass Europa der japanischen Wirtschaftsentwicklung folgt. Ich schrieb darüber in einem früheren Beitrag.

      Ich persönlich fände den iShares STOXX Europe Select Dividend 30 (DE) noch etwas interessanter, da dort neben der Eurozone auch Titel aus UK, der Schweiz oder Schweden und Norwegen enthalten sein können.

      VG
      Lars

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  5. Hallo Lars, dass der ETF einem die Doppelbesteuerung für die enthaltenen Titel abnimmt ist klar. Allerdings ist das ja ein amerikanischer ETF. Fällt dann nicht bei der monatlichen Dividendenausschüttung eine entsprechende Doppelbesteuerung an? Schließlich hat die USA einen Quellensteuersatz von 30%.

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    1. Die USA hat mit Deutschland ein Doppelbesteuerungsabkommen. Das heißt, ein Anleger mit Depot in Deutschland muss für in den USA beheimatete Wertpapiere nur 15% Steuern zahlen. Der Rest bis rund 26% Gesamt-Steuer geht an den deutschen Fiskus.

      Ich habe nicht nur diesen US-ETF im Depot, kann also aus Erfahrung sagen, dass die Besteuerung tatsächlich so verläuft. Man zahlt also insgesamt nicht mehr Abgeltungs-Steuern als bei einem deutschen ETF.

      VG
      Lars

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  6. Hallo Lars,
    wie sieht die Problematik der ETF's und Fonds aus, die keine Besteuerungsdaten zur Verfügung stellen? Viele Quellen im Internet sprechen von einer Strafbesteuerung. Wie sieht das in der Praxis aus?

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    1. Ich konnte bislang nichts derartiges feststellen und habe auch nichts von anderen Leuten gehört. Wir hatten das Thema bereits mal in den Kommentaren auf der Seite Ausschüttungsquoten von ETFs diskutiert. Sollte ich andersartige Informationen haben, dann werde ich hier im Blog darüber schreiben.

      VG
      Lars

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    2. danke für deine antwort!
      stellt sich die frage obs erst bei verkauf zu einer derartigen problematik kommt. sollte ich den praxistest machen schreibe ich hier nochmal rein ;)
      schönen sonntag abend

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  7. Ich finde ja immer, man sollte den Gesamtgewinn betrachten:
    Dazu kommt ja noch die Kurssteigerung bis 14.12.2012: 3,9%

    (Vergleichswert MSCI World (am Beispiel des ETF110) im gleichen Zeitraum: 13,1%)

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    1. Also ich komme auf 7,3% Kurssteigerung. Schlusskurs am letzten Handelstag 2011 war 20,47 US-Dollar, Schlusskurs am zurückliegenden Freitag: 21,97 USD . Dazu 7,6% Ausschüttungs-Rendite sind 14,9%. Das finde ich jetzt kein so schlechtes Ergebnis für ein Jahr. Die Hälfte als Ausschüttung und trotzdem eine Kurssteigerung, die weit über Inflation und Tagesgeld-Rendite liegt.

      VG
      Lars

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    2. Ich hatte bei meiner Recherche den ersten Handelstag in 2012 am 17.01. gefunden und war davon ausgegangen, das sei der erste Kurs bei Auflegung - den Fonds gibt's aber ja schon ein halbes Jahr länger. Auf den gleichen Tag bezog sich auch mein MSCI World-Wert. Das war etwas vorschnell recherchiert.

      Bezogen auf den letzten Handelskurs 2011 komme ich auf die gleiche Kurssteigerung wie Du, also 7,3%.

      (Vergleichswert MSCI World (am Beispiel des ETF110) im gleichen Zeitraum (also Handelsschluss 2011 bis jetzt) ist somit: 15,8% steuerfreier Kursgewinn)

      Aktien mit Tagesgeldkonten zu vergleichen finde ich wenig passend - das ist eine andere Risikoklasse.

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    3. Aktien und Tagesgeldkonten sind unterschiedliche Risikoklassen. Aber welche ist eigentlich langfristig riskanter? Die mit großen Schwankungen oder die mit systematischer Geldvernichtung? Ich weiß, das Thema hatten wir in ähnlich Form vor ein paar Wochen bereits in einem anderen Thread.

      Für meinen Geschmack haben zu viele Leute ihr hart erarbeitetes Geld nahezu 100%-ig in vermeintlich sichere Anlageklassen wie Tagesgeld. Und zwar nicht kurzfristig als Liquiditätsreserve, sondern über viele Jahre hinweg. Daher bringe ich diesen Vergleich häufiger, damit es zumindest jemand ausspricht, dass das vermeintlich sichere Geld - langfristig - entwertet wird.

      VG
      Lars

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  8. Lars, wir sind da absolut gleicher Meinung. Auch ich sehe es so, dass TG im Moment auf Inflationsniveau rentiert und spätestens nach der Steuer ins Minus rutscht. In einem Depot hat TG trotzdem seine Daseinsberechtigung z.B. die von dir erwähnte Liquidität. Wer länger festverzinslich anlegen will, sollte zumindest in Sparbriefe investieren.

    Ob es Aktien sein müssen, hängt vom Risikobedarf des Anlegers ab. Dem 70-Jährigen, der mit einer Rendite von 2% bis zum Lebensende gut von seinem Ersparten leben kann, würde ich keine Aktienanlage raten. Wozu sollte er sich einem Risiko aussetzen, wenn die risikolose Rendite ausreicht?
    Dem 40-jährigen, der noch 25 Jahre bis zur Rente hat, würde ich schon eher raten, dass er Aktien in sein Depot legen sollte.
    Pauschalalisierungen sind immer schwierig. Man muß den Einzelfall betrachten - es gibt sicher auch Anleger, die besser alles in TG anlegen, wenn das Wissen über Aktienanlage, wie häufig in Deutschland, gering ist (Schlagworte "Buy high, sell low").

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    1. Aktien sind langfristige Anlagen, dies merke ich in diversen Beiträgen auch immer wieder an. Da sprechen wir von Minimum 5, eher um 10 bis 20 Jahre und mehr. Jemand, der sein Geld in Kürze für eine größere Anschaffung benötigt, sollte eine andere Anlageklasse wählen. Dazu gehört in dem Fall auch ein Tagesgeldkonto.

      Bei dem Ruheständler sehe ich die Sache schon differenzierter. Dieser hat in der Regel nicht unbedingt den Zeithorizont von 20 bis 30 Jahre. Aber wenn der Ruheständler sein Kapital nicht verzehren möchte - warum auch immer - dann bieten sich teilweise auch führ ihn globale Aktienfonds mit einer hohen Ausschüttung an. Was soll dann passieren? Historisch betrachtet dauern Bärenmärkte 2-3 Jahre, länger nicht (siehe auch Wie lange dauern globale Bärenmärkte). Diese Zeit ist viel zu kurz als dass die Unternehmen ihre Ausschüttung signifikant kürzen. Er kann die Zeit - wenn er das Geld nicht aufbrauchen möchte - aussitzen, weil die Dividenden-Einnahmen weiter fließen.

      Selbst wenn wir die Ruheständler einmal gedanklich außen vor lassen, ein Großteil der Bevölkerung, die ihr Geld eigentlich vermehren könnten, befindet sich im Alter von 25 bis 55 Jahre. Und genau diese Mehrheit ist die Zielgruppe, wenn ich sage: "Leute, lasst Euer Geld nicht auf dem Tagesgeldkonto systematisch entwerten".
      Über die Ausnahmen und Alternativen lässt sich gerne dann auch noch sprechen (hier auf diesem Blog oder an anderer Stelle), wenn die große Masse aufgewacht ist.

      Ich glaube, wir wissen beide was gemeint ist. Du möchtest zuerst die Fälle herausstellen, in denen Aktien als Investment möglicherweise nicht geeignet sind, bei mir ist es umgekehrt. Erst auf die Vorteile von Aktien aufmerksam machen und dann über die möglichen Nachteile sprechen :-)

      VG
      Lars

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