Mittwoch, 20. Mai 2015

Acht Möglichkeiten Online Geld zu verdienen - Teil 1

Es gibt nur noch recht wenige Menschen, die das Internet nicht nutzen. Zum einen pflegt man im Netz Kontakte zu anderen Leuten, zum anderen informieren wir uns auf diese Weise über alles Mögliche. Oft sind wir auf der Suche nach ganz bestimmten Sachverhalten oder Produkten, die einem weiterhelfen. Im vorherigen Artikel haben wir bereits gesehen, dass der bargeldlose Zahlungsverkehr immer mehr an Bedeutung gewinnt und die früher vorhandene Hemmschwelle im Netz für Produkte zu bezahlen sinkt immer weiter.
Auf der anderen Seite haben sich damit für die Menschheit rund um den Globus zusätzliche oder ganz neue Möglichkeiten aufgetan Geld zu verdienen. Einzige Grundvoraussetzung ist ein Internetzugang und ein Notebook. In diesem Artikel möchte ich acht Möglichkeiten nennen, mit denen sich im Internet Geld verdienen lässt und meine Erfahrung dazu einfließen lassen. Weil wieder ziemlich viel Text entstanden ist, teile ich diesen Artikel in zwei Teile auf.

Oft ist es gar nicht einmal das große Geld, was im Netz verdient werden kann, sondern mehrere eher kleinere Geldbeträge, die dabei herumkommen. Deshalb eigenen sich viele Verfahren für nebenbei in der Freizeit oder als nebenberufliche Selbständigkeit. Bestimmt werden einige Leser schon diverse Möglichkeiten genutzt haben.

Waren bei Amazon oder eBay verkaufen
Wer gebrauchte Waren wie Kleidung für Kinder, Möbel oder gekaufte Bücher im guten Zustand wieder loswerden möchte, muss sich nicht unbedingt auf einen Flohmarkt stellen, sondern bietet diese Sachen bei eBay, Amazon oder reBuy an. Dort ist eine große Anzahl potenzieller Käufer für reduzierte Ware verfügbar. Derartige Plattformen ermöglichen es auch ungewöhnliche Dinge zu bekommen, für die man in den neunziger Jahren noch Kaufhaus um Kaufhaus abgrasen musste. Nachfolgend habe ich auf einer Seite einige kuriose Angebote von Amazon zusammengestellt.
Welcher Leser hat noch nie etwas bei Amazon oder eBay gekauft? Beide Plattformen dürften deshalb fast allen bekannt sein.

Dasselbe gilt für jemanden, der Offline Ware herstellt und diese bislang nur in einem regionalen Einzugsgebiet angeboten hat. Amazon bietet mit seiner bereits aufgebauten Logistik an, diese Waren auch in weiter entfernten Gebieten auszuliefern. Wer dieses Angebot von Amazon noch nicht kennt, kann es sich hier einmal anschauen.

Der Verdienst hängt natürlich vom Wert und von der Menge der angebotenen Ware ab.

Affiliate-Marketing
Affiliate Marketing, was häufig auch als Partnerprogramm bezeichnet wird, ist letztendlich ein System der Vermittlungsprovision auf Basis des Internets. Der Betreiber einer Webseite oder eines Blogs bietet auf seinem Webauftritt ein Produkt einer Firma an. Klickt ein Leser nun auf das Angebot und kauft das angebotene Produkt, erhält der Webseitenbetreiber vom Werbetreibenden eine Provision.

Leute, die das Affiliate-Marketing sehr offensiv betreiben, erstellen extra neue thematisch sinnvolle Webseiten, um ein Produkt-Angebot herum, sogenannte Nischenwebseiten. Hat man eine solche Seite erst einmal etabliert wird es nach einigen Wochen und Monaten erste Einnahmen geben. Das wäre letztendlich typisches passives Einkommen, weil nach getaner Arbeit quasi keine weitere Aktivität notwendig sein wird.
Aber gleich vorweg zur Dämpfung der Euphorie: Dieses Vorgehen ist kein Selbstläufer. Es gibt etliche Versuche, bei denen die erstellten Webseiten kaum Einnahmen bringen. Es braucht einiges an Geduld und Versuchen bis sich ein gewisser Erfolg einstellt.

Mit dem Affiliate Marketing kann man zumindest theoretisch auch Geld verdienen ohne einen eigenen Webauftritt. So lassen sich die zu bewerbenden Angebote zum Beispiel in einer E-Mail integrieren. Einige hinterlassen einen Partnerlink zu einem Angebot in einem passenden Forum oder als Kommentar auf einem thematisch ähnlichen Blog. Hier gibt es jedoch Grenzen und die Webseiten- und Forenbetreiber erlauben dies in den meisten Fällen nicht ohne Gegenleistung. Auf finanziell umdenken gibt es mehrfach pro Woche Versuche einen Affiliate-Link mit einem wenig wertvollen Satz als Kommentar zu hinterlassen.
Hier habe ich weitere Informationen über das Affiliate Marketing mit einigen Anbietern für Webseitenbetreiber zusammengefasst.

Der Verdienst reicht von wenigen Euro bis hin zu hohen dreistelligen Monatserträgen. Aus Deutschland sind mir jedoch auch einige Fälle bekannt, bei denen regelmäßig vierstellige Monatsbeträge verdient werden, sie sind jedoch überschaubar. Englische Webseiten kommen wegen der erheblich größeren weltweiten Reichweite häufiger auf vierstellige, teilweise sogar fünfstellige Dollarbeträge pro Monat.

Eigenes Buch schreiben und veröffentlichen
Haben Sie etwas Neues herausgefunden oder haben Sie eine besondere Meinung zu einem Thema oder möchten Sie eine ganz besondere Erfahrung an andere Menschen weitergeben? Dann schreiben und veröffentlichen Sie ein Buch.
Bevor eBooks in Mode kamen, also Bücher in digitaler Form, war es für angehende Autoren gar nicht so einfach einen Verlag für ein gedrucktes Buch zu finden. Anfragen bei Verlagen blieben oft unbeantwortet, wenn man nicht bekannt genug war (was ja meistens der Fall ist). Zudem bekam man als Autor eines verkauften Buches oft nur 10 bis 15 Prozent vom erzielten Erlös.

Mittlerweile sind Bücher in digitaler Form immer gefragter, zumal mit Kindl-Reader und Tablet-PCs (kürzere Bücher lassen sich sogar schon mit Smart-Phones einigermaßen komfortabel lesen) die notwendigen Medien für e-books zur Verfügung stehen.
Bei Amazon kann heute jeder ohne größere Probleme ein eBook veröffentlichen und erhält bis zu 70 Prozent des Erlöses.

Die üblichen Preise für ein e-book bei Amazon liegen im einstelligen Eurobereich. Bei einem Preis über 10 Euro zögern viele Nutzer dies für ein eBook zu zahlen und da muss das Buch schon einen besonderen Mehrwert liefern. Wer dennoch höherpreisige Bücher verkaufen möchte, kann auf digistore24 zurückgreifen. Hier besteht die Möglichkeiten sein Angebot zusätzlich noch durch andere Leute bewerben zu lassen, die dann Provision erhalten (Affiliate Marketing).
Ist das Buch erst einmal geschrieben und veröffentlicht, fließt anschließend ein passives Einkommen in das eigene Portemonnaie. Das ist aber auch vom Thema abhängig. Ein eher zeitloses Thema bringt auch nach Jahren noch regelmäßige Einkünfte, während Bücher über aktuelle Geschehnisse nach einem guten Verkaufsstart recht bald deutlich weniger Einnahmen bringen.


Software / Onlinekurse verkaufen
Wer eine Software programmiert (oder programmieren lässt) oder einen Onlinekurs anbieten möchte, kann dies ebenfalls relativ unkompliziert bei Amazon oder digistore24 tun. Auch hier ist ratsam den Verkaufspreis gut zu wählen. Bei digistore24 wird zusätzlich die Quote der Stornierungen angezeigt und wer sein Produkt für einen zu stolzen Preis anbietet, was das Produkt letztendlich nicht wert ist, wird dies an einer angezeigten hohen Stornoquote merken. Diese hält weitere Käufer dann natürlich eher davon ab das Angebot ebenfalls zu kaufen.
Der Verdienst bei Büchern, Software und Onlinekurse ist sehr erfolgsabhängig und schwankt zwischen wenigen Euro bis zu vierstelligen Eurobeträgen im Monat. Die Verkaufszahlen gehen trotz des passiven Einkommens im Laufe der Jahre natürlich etwas zurück, weil die Produkte an Aktualität verlieren.

Bei der Preisfindung ist es generell von Vorteil sich vorher mehrere Meinungen dazu einzuholen. Wenn überhaupt niemand die Höhe des Preises mokiert, war man wahrscheinlich zu günstig. Wenn nur einige wenige Leute den Verkaufspreis monieren, hat man wohl ziemlich gut den "Marktwert" getroffen.

Das war der erste Teil des Artikels: "Acht Möglichkeiten Online Geld zu verdienen". Hier geht es zum zweiten Teil der Artikelserie.

Anmerkung: Die Liste ist längst nicht vollständig und lediglich eine Auswahl von Möglichkeiten Online Geld zu verdienen, mit denen ich mich selbst befasst habe. Zudem ist hier größtenteils meine eigene Erfahrung zu lesen. Falls jemand andere Erfahrungen gemacht hat, darf diese gerne als Kommentar hinterlassen. 

Zum Weiterlesen:

Kommentare:

  1. Was ich am lustigsten finde:

    Online damit Geld zu verdienen, indem man anderen beibringt wie man online Geld verdient... ;-)

    Wer jetzt etwas länger gebraucht hat, den Satz zu entschachteln, gehört vielleicht zur idealen Zielgruppe ^^

    Aber mal im Ernst, ein gutes Beispiel ist z.B. Trading, es gibt tausende Webseiten und Angebote wo einem jemand sein System verkaufen will und zum Top-Trader ausbilden etc... mich beschleicht der Verdacht, die Leute die das machen haben irgendwann festgestellt dass sie eigentlich keine so guten Trader sind und das wahre Geld wirklich darin besteht, den wieder nächsten neuen Idioten solcherlei Seminare zu verkaufen. Im Englischen gibts dazu das schöne Sprichwort:

    Those who can, do.
    Those who can't, teach.

    Genauso auch der ganze Hokuspokus um alternative Medizin und "Lebensberatung", zum Beispiel. Klar, hat jetzt weniger mit passivem Einkommen zu tun, und ich gönn jedem seinen findigen Geschäftstrieb, aber als ich mal genauer nachschaute was sich in den ganzen "Praxen" (lol ist ja kein geschützer Begriff, jeder kann sich so nennen) wirklich abläuft, war ich doch entsetzt/amüsiert, für was für Larifari-Stuss eigentlich die Leute Geld ausgeben (und das nicht zu knapp, sind die Zielgruppe doch eher besserbetuchte Ökos, die für solchen Mist anfällig sind). Vielleicht sollte ich doch demnächst auch meine eigene homöopathische (=nur Wasser) Medikamenten-Edition veröffentlichen. Können wir ja auch gleich per MLM vermarkten, damit wir wieder beim Thema sind ^^

    Achja, ich weiß nicht ob du es im zweiten Artikel erwähnen würdest, aber es gibt auch noch eine Möglichkeit online Geld zu verdienen. Leider aber eher nur für Frauen. ;)
    Ohne Witz, Cams und Chats und so sind verbreiteter als man denkt, geht bestimmt in die hunderttausende. Das kann man jetzt gut oder schlecht finden, auf jeden fall ist es für die Frauen schonmal schnell und leicht verdientes Geld für das sie noch nicht mal aus dem Haus müssen.

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    1. Also ich denke, wer wirklich Nonsens verkauft, wird nicht lange damit Erfolg haben. Es gibt ja entsprechende Feedbackmöglichkeiten, die ich im Artikel zumindest angesprochen habe.

      Andererseits gibt es auch objektiv betrachtet tolle Produkte, die aber niemand kaufen möchte. Warum? Weil sie der Nutzer nicht als solche sieht, die ihm einen Mehrwert bringen.
      Wenn jemand das Gefühl hat, es geht ihm nach Einnahme eines Produktes - Saft, Medikament, was auch immer - besser, na wunderbar.

      Passend noch zum letzten Absatz waren gerade heute zwei Personen auf dem Blog, die bei Google folgende Suchbegriffe eingegeben haben "als Frau schnell Geld verdienen".
      Gut, ich würde aber sagen, damit hätten wir die neunte Möglichkeit hier im Kommentar auch genannt und abgehandelt. :-)

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  2. Muss man einen Gewerbeschein haben um als eBook Autor Einahmen zu erzielen ohne Probleme mit dem Fiskus zu bekommen?

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    1. Theoretisch ja, weil mit dem eBook eine "Gewinnerzielungsabsicht" vorliegt. D.h. selbst wer mit seiner Webseite und Google Adsense 5 Euro pro Monat benötigt einen Gewerbeschein.

      In der Praxis - das ist meine Erfahrung - treten bei kleineren Verdiensten kaum Probleme ohne Gewerbeschein auf. Natürlich muss man die Umsätze ans Finanzamt bei der Steuererklärung mit angeben und diese werden zum sonstigen Bruttogehalt addiert.

      Erfahrungsgemäß ist es jedoch oft so, wer einmal ein Buch veröffentlicht hat, wird früher oder später noch einmal etwas eigenständig verkaufen und spätestens dann macht es Sinn sich einen Gewerbeschein zu besorgen.
      Das geht relativ unkompliziert mit einer einmaligen Gebühr beim Gewerbeamt und einem anschließenden Formular für das Finanzamt, in welcher Höhe Einkünfte aus der Selbständigkeit erwartet werden.

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  3. Kleine Ergänzung von mir als Autor:
    Die reine Autoren-Tätigkeit ist eine freiberufliche Tätigkeit - also kein Gewerbe. Dennoch sind die Einnahmen aus dem Autoren-Honorar natürlich zu versteuern (Umsatz- und EkSt.).
    Wer aber selber Bücher verkauft, betreibt ein Gewerbe. Dieses ist anmeldepflichtig. Die Anmeldung selber ist völlig unkompliziert. Das was danach kommt (Umsatzsteuer, etc.) erfordert ein wenig Einarbeitung.
    Das ist aber bei der freiberuflichen Tätigkeit nicht anders!

    Gruß, Der Privatier

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