Freitag, 22. März 2013

Passives Einkommen als Blogger - Teil 2

In dieser zweiteiligen Artikelserie geht es darum, ob und wie man mit Webseiten oder Blogs passives Einkommen erzielen kann. Im ersten Teil "Passives Einkommen als Blogger - Teil 1" haben wir den Werdegang und die Hürden eines Blogs betrachtet. Im zweiten Teil dieser Artikelserie behandeln wir nun die konkreten Instrumente mit denen sich Geld verdienen lässt.

Anzeigen auf Webseite schalten
Die bekannteste und einfachste Form mit einer Webseite Geld zu verdienen ist das Einbinden von Google-Anzeigen. Dort wird je nach Thematik der Webseite oder des Blogs Werbung für den Leser zu sehen sein, die ihn möglicherweise ebenfalls interessieren könnte. Die Themen der Anzeigen richten sich zudem danach, welche Suchbegriffe man vorher als Internetnutzer eingegeben hat.

Ab einigen hundert Seitenaufrufen pro Tag erzielt man auf diese Weise bereits ein relativ stabiles Einkommen durch Google-Werbung. Noch ist der monatliche Betrag nicht so hoch, aber er könnte bereits die Hosting-Gebühren und noch einige weitere Kleinigkeiten abdecken. Ab etwa 1000 Seitenaufrufen pro Tag sind mit Google AdSense durchaus 50 Euro und mehr pro Monat zu erzielen.
Eine Alternative zu Google ist der Anbieter www.adiro.de. Nicht nur alleine auf Google zu setzen könnte sehr wichtig werden. Es kann immer Gründe geben, warum eine Webseite bei Google in Ungnade fällt und im Ranking abgewertet wird. Nicht nur bei Investments in Wertpapiere sollte auf eine gewisse Diversifikation geachtet werden, sondern auch beim Anbieter von Anzeigen.

Wer mit seinem Blog oder seiner Webseite 50.000 oder gar über 100.000 Seitenaufrufe pro Monat generieren kann, der kann beliebte Werbeplätze auf der Webseite für 50 bis mehrere hundert Euro pro Monat vermieten. In solchen Fällen wird man oft auch direkt von den Werbesuchenden kontaktiert.

Linkmiete/Linkverkauf
Bei einem Linkverkauf setzt der Webseitenbetreiber oder Blogger in einem Artikel einen Link zur gewünschten Webseite des Linkkäufers. Dafür erhält der Webseitenbetreiber dann eine Einmalzahlung.

Eine andere Möglichkeit ist die Linkmiete. Dabei setzt der Verkäufer einen Link in mehrere Unterseiten der Webseite und erhält dafür eine regelmäßige Vergütung, entweder monatlich oder quartalsweise. Der Verkäufer bezieht bei dieser Variante ein schönes passives Einkommen, weil er nach einmal getaner Arbeit nichts mehr tun muss. Dabei fließt solange Geld wie der Link bestehen bleibt.

Die Vermietung von Links für Blogger bieten Partnerprogramme wie zum Beispiel Everlinks oder Backlinkseller an. Wenn die Webseite ausreichend viel Traffic aufweist, dann kann es auch sein, dass sich sogenannten SEO-Firmen beim Webseitenbetreiber direkt wenden.
Der größte Nachteil bei diesem Geschäft könnte Google werden. Das Verkaufen oder Vermieten von Links ist dem Suchmaschinen-Riesen ein Dorn im Auge, da das Ranking dadurch unerlaubter Weise (aus der Sicht von Google) beeinflusst wird.


Provision bei Verkäufen/Bestellungen
Mit affilinet.de kann man als Betreiber einer Webseite für zahlreiche Firmen werben. Sobald dort ein Leser ein Produkt erwirbt oder eine Bestellung aufgibt, erhält man als "Publisher" Provision. Recht viele Firmen schauen sich jedoch zuvor die Webseiten an, auf der geworben werden soll. Einige sind dort recht streng und lehnen eine Partnerschaft auch schon einmal ab, wenn die Webseite nicht zur Produktpalette des Unternehmens passt. Der Erfolg des Affiliate-Marketing ist nach meiner Erfahrung recht gemischt. Einige Blogger oder Webseitenbetreiber erzielen mit dieser Methode regelmäßig gutes Geld, andere - zu denen ich ebenfalls gehöre - waren bislang weniger erfolgreich.

Auch bei dem zunehmend gigantischen Shop-Konzern Amazon kann man an den enormen Umsätzen selbst partizipieren und bei Verkäufen Geld verdienen. Dazu bietet man auf seiner Webseite ein oder mehrere Produkte zum Verkauf an. Klickt nun ein Leser auf den Amazon-Button, dann wird für 30 Tage ein Cookie auf dem Rechner des Internetsurfers gesetzt. Wenn sie oder er in dieser Zeit ein Produkt bei Amazon kauft, dann erhält man Provision, selbst wenn es letztendlich ein anderes Produkt ist.
Der Wert der Amazon-Aktie hat sich übrigens seit 2009 vervierfacht. Leider zahlt der Weltkonzern keine Dividende.

Fazit
Wer es schafft einen hohen und vor allem beständigen Besucherstrom auf seine Webseiten oder (Archiv-)Artikeln des eigenen Blogs zu führen, der kann durchaus beachtliches passives Einkommen erzielen. Sofern neue Blog-Artikel völlig ausbleiben sollten, wird Google die Artikel im Laufe der Zeit im Ranking herunterstufen und somit auch weniger Einnahmen erzielt. Aber man kann zumindest die Frequenz neuer Artikel verringern.
Auf meiner Seite lars-hattwig.de gibt es Unterseiten, die ich vor mehr als zehn Jahren mit einfachen html-Befehlen erstellt hatte, die heute noch einen ordentlichen und beständigen Besucherstrom aufweisen.
Es gibt durchaus Blogger, die mit der in dieser Artikelserie beschriebenen Methode recht hohes passives Einkommen von mehreren tausend Euro pro Monat erzielen.

Was ist Eure Erfahrung mit der Monetarisierung von Blogs und Webseiten?

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Kommentare:

  1. Danke für diese sehr informative Zusammenfassung!

    Viele Grüße

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  2. Ich betreibe seit dem Jahr 2000 Webseiten mit dem Ziel, diese zu meiner Haupteinnahmequelle zu machen. Bis 2005 war ich noch als IT-Freiberufler tätig.
    Ab 2006 reichten meine Einnahmen aus, um mich aus dem Freiberuflerdasein zu verabschieden und mich in Vollzeit um meine Webprojekte zu kümmern.
    Damit bin ich mittlerweile so erfolgreich, dass es für ein abgezahltes Einfamilienhaus gereicht hat und mittlerweile einen Gewinn von rund 250.000/Jahr einspielt (vor Steuern, die bei der Summe heftig zuschlagen).
    Parallel lege ich einen Großteil des Gewinnes in Aktien an, die meine Familie und mich irgendwann auch unabhängig von den Webprojekten machen soll. Das Internet ist schnelllebig und niemand weiß ob heute erfolgreiche Projekte auch noch in 20 Jahren funktionieren.

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    1. Vielen Dank für die Erfolgsmeldung und Gratulation für das Erreichte!

      Solche Kommentare sollten auch auf viele Leser motivierend wirken, dass auf verschiedenen Wege tatsächlich ein gutes - größtenteils letztendlich passives - Einkommen erzielt werden kann.

      VG
      Lars

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