Sonntag, 24. Juni 2012

Wie lange müssen Sie noch zwingend für Geld arbeiten gehen?

Sofern Sie keine enorm große Erbschaft erhalten haben oder bereits in jungen Jahren ein eigenes Unternehmen gründeten, müssen Sie für jemand anderen arbeiten gehen um Geld zu verdienen. Dieser Zustand dauert mindestens so lange an, bis Sie ausreichend Einkommensströme erzielt haben, die auch dann weiterfließen, wenn Sie nicht mehr einen Teil Ihrer Zeit gegen Geld tauschen. Dieser Geldfluss wird auch passives Einkommen genannt. Sobald Ihre passiven Einkommensströme so hoch sind wie Ihre durchschnittlichen monatlichen Ausgaben, sind Sie finanziell unabhängig.

Sobald Sie über Ihre monatlichen Ausgaben hinaus noch genügend Einnahmen haben, mit denen Sie die Annehmlichkeiten des Lebens bezahlen können, genießen Sie finanzielle Freiheit.

Im High Yield/Dividend Depot wurde im zurückliegenden Jahr eine Ausschüttungsquote von 5,7% bezogen auf das investierte Kapital erzielt (der endgültige Jahres-Bericht darüber erfolgt in ein paar Tagen). Nehmen wir den Ertrag von 5,7% bzw. 4,2% nach Abzug der Kapitalertragssteuer (ohne Kirchensteuer) für höhere Beträge als Berechnungsgrundlage.

  • 10 000 Euro verfügbares Kapital ==> 47,50 Euro passives Einkommen durchschnittlich pro Monat (noch keine Steuerpflicht)
  • 50 000 Euro verfügbares Kapital ==> 193 Euro (netto) passives Einkommen durchschnittlich pro Monat
  • 100 000 Euro verfügbares Kapital ==> 369 Euro (netto) passives Einkommen durchschnittlich pro Monat
  • 250 000 Euro verfügbares Kapital ==> 940 Euro (netto) passives Einkommen durchschnittlich pro Monat
  • 500 000 Euro verfügbares Kapital ==> 1775 Euro (netto) passives Einkommen durchschnittlich pro Monat
  • 800 000 Euro (etwa Dollar-Millionär) verfügbares Kapital ==> 2829 Euro (netto) passives Einkommen durchschnittlich pro Monat
  • 1 Million Euro verfügbares Kapital ==> 3532 Euro (netto) passives Einkommen durchschnittlich pro Monat

Sie können nun selbst ausrechnen, wie lange Sie benötigen, um zumindest die finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen. Links oben finden Sie die aktuelle Umfrage wie lange Sie noch zwingend für Geld arbeiten müssen.
Geld zu investieren ist lediglich eine Möglichkeit passives Einkommen zu erzielen. Welche Möglichkeiten es noch gibt einen regelmäßigen monatlichen Geldfluss zu erzielen, lesen Sie unter: "Die Notwendigkeit passive Einkommensströme zu erzeugen.


Trotz der etwas provokanten Überschrift des Threads möchte ich jetzt nicht möglichst viele Leute ermuntern exakt bei Erreichen der finanziellen Unabhängigkeit Ihrem Chef auf der Stelle "Goodbye" zu sagen und fortan lediglich zu Hause oder irgendwo am Meer auf der faulen Haut zu liegen. Auch in einem Angestelltenverhältnis können die dortigen Aufgaben Spaß bereiten, obwohl man das Gehalt nicht mehr unbedingt benötigt. Finanzielle Unabhängigkeit bietet Ihnen aber mehr Spielraum z.B. in Ihrem Unternehmen etwas thematisch anderes auszuprobieren oder die Arbeitszeit zu verkürzen. Das heißt, Sie haben den Kopf frei vom reinen Geldverdienen und können sich auf Ihre Vorlieben konzentrieren.  
Es gibt ein Merksatz von Jean-Jacques Rousseau:
"Das Geld, das man besitzt, ist das Instrument der Freiheit; das Geld, dem man nachjagt, ist das Instrument der Knechtschaft."

Für den Fall, dass Ihnen Ihre derzeitige Arbeit irgendwann keinen Spaß mehr macht oder wenn es der Firma finanziell nicht mehr gut gehen sollte, haben Sie als finanziell unabhängiger Mensch natürlich jederzeit die Möglichkeit zu kündigen und unter Umständen Ihr Leben komplett anders zu gestalten - ohne von Geld abhängig zu sein.

Zum Weiterlesen:

Kommentare:

  1. Wie schaut's mit der Inflation aus? 940 Euro passives Einkommen heute ist ja was anderes als 940 Euro passives Einkommen in 10 oder 20 Jahren...

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    1. Guter Einwand. Aktien sind letztendlich Sachwerte. Der Besitz einer Aktie bedeutet, dass jemanden der Bruchteil eines Unternehmens gehört. Bei moderater Inflation gehören Aktien im Standardfall zur Anlageklasse, die profitiert. Wer sich direkt einzelne Aktien herauspickt, der sollte schauen, welche Unternehmen Preissteigerungen an die Kunden weitergeben können. Im Idealfall noch gekoppelt an Zulieferfirmen, die gleichzeitig ihre Preise nicht so ohne weiteres erhöhen können.

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  2. Das Ergebnis finde ich sehr interessant. Immerhin genießen bereits 17% der Leser dieses Blogs bereits finanzielle Freiheit. Dafür meinen herzlichen Glückwunsch! Ich hoffe, dass Sie hier Informationen finden, um diesen Status zu erhalten oder gar auszubauen. :-)

    @alle, die 1-5 Jahre angekreuzt haben: Das Ziel ist bereits recht nahe vor Augen. Jetzt heißt es durchhalten, hoffentlich hilft Ihnen dieses Blog! :-)

    Ein Großteil muss aber noch viele Jahre arbeiten gehen, um finanziell unabhängig zu werden.
    @alle, die über 5 Jahre angekreuzt haben: Vielleicht hilft Ihnen dieses Blog die Zeit bis dahin doch noch um etliche Jahre zu verkürzen. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie es durch die Informationen hier schaffen sollten. :-)


    Wie lange müssen Sie noch zwingend für Geld arbeiten gehen?

    - bin bereits finanziell frei: (17%)
    - max. noch 1 Jahr: (1%)
    - max. noch 3 Jahre: (7%)
    - 3 bis 5 Jahre: (9%)
    - 5 bis 10 Jahre: (7%)
    - über 10 Jahre: (34%)
    - mindestens bis zur Rente: (14%)
    - bis an das Lebensende: (7%)
    - sonstiges: (0%)

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  3. Lars , es ist doch auch möglich , das jemand frei ist , und dennoch gerne seine Sachen macht . Mir geht es jedenfalls so , wie dem Autor von Rich Dad Poor Dad . Es ist auch immer spannend weiter Investitionsmöglichkeiten kennen zu lernen , und dieses , so hoffe ich , hört auch mein ganzes Leben lang nicht auf . Dieses ist tatsächliche Bildung , und auch die Sichtweise die dahintersteht hoffe ich noch weitergeben zu können . Also warum denn mit der Arbeit aufhören . Wichtig ist nur das mann Spaß daran hat , und immer selber bestimmen kann was mann machen möchte. Daher würde ich sagen , das ich bereits mit 25 finanziell frei war , jedoch bis an mein Lebensende für mein Geld arbeiten muss . Ist ja auch gut so , sonst würde ich vermutlich total im Chaos versinken . Eine gewisse Struktur hat auch seine Vorteile .

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  4. Der Artikel wurde bewusst etwas zugespitzt formuliert.

    An mehreren anderen Stellen, unter anderem in dem Artikel über die finanzielle Unabhängigkeit oder zuletzt über die heutigen Arbeitsmöglichkeiten habe ich betont, dass es kein erstrebenswertes Ziel ist, ab Zeitpunkt x überhaupt nichts mehr zu tun. Für gestresste Berufstätige vielleicht im ersten Moment nicht nachvollziehbar, aber spätestens nach einigen Wochen Urlaub am Strand, Hängematte und Meer kommt die Langeweile und auch innere Leere.

    Wer eine Tätigkeit ausübt, die ihm Spaß macht und überhaupt nicht wie Arbeit vorkommt, wunderbar und herzlichen Glückwunsch!

    Dennoch halte ich ein ausreichendes Einkommen ohne irgendwelche Tätigkeiten als Grenze zur finanziellen Unabhängigkeit richtig. Denn es kann zukünftig immer Gründe geben, dass man nicht mehr einer regelmäßigen Arbeit nachgehen kann oder möchte oder sie zumindest deutlich reduziert.
    Wenn dann der Gang zur Arbeit schwerfällt, weil man am Ende des Monats Geld braucht, wird klar, was ich mit dem Artikel meinte.

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