Mittwoch, 13. Juni 2012

Kleiner Exkurs: Elliott-Wellen - Teil 1

Bereits bei der einfachen Charttechnik von Kursbewegungen scheiden sich die Geister. Erst recht aber bei der Verwendung - nein, nur bei Erwähnung! - von Elliott-Wellen.
Ich muss zugeben, Prognosen über zukünftige Kursbewegungen sind mir mit Elliott-Wellen auch nur manchmal gelungen. Aber zur Einschätzung der aktuellen Situation haben sie mir recht häufig wertvolle Hinweise gegeben.
Die Herausforderung bei Elliott-Wellen, aus einer Ausgangssituation gibt es immer mehrere Möglichkeiten der zukünftigen Kursentwicklung, aber dennoch kann man in einigen Fällen prognostizieren, dass eine Auf- oder Abwärtsbewegungen zumindest relativ unwahrscheinlich ist.
Ich möchte jetzt hier nicht in die Tiefe aller Theorien der Elliott-Wellen gehen, aber ein paar grundlegende Bewegungen und Muster sind in vielen Fällen ganz nützlich. 


Fünfgliedrige Impulswelle
Der klassische Fall bei einer Hausse oder Baisse sind fünfgliedrige Bewegungen, wobei die Welle 3 oft die längste ist und daher auch als Impulswelle bezeichnet wird. Nach Abschluss der Welle 5 schließt sich eine kleinere dreigliedrigere Korrektur a-b-c an.

Typische Fälle einer Auf- und Abwärtsbewegung (1-2-3-4-5) mit anschließender Korrektur (a-b-c)

Hier nun ein Beispiel des DAX aus dem Sommer 2011. Als die Euro-Krise richtig ernsthaft ins Bewusstsein gelangte, schmierten sämtliche europäische Aktien-Indizes ab. So auch der DAX mit einer mustergültigen 5-er Abwärtsbewegung, wobei die Impulswelle 3 besonders ausgeprägt war.

Fünfwellige Abwärtsbewegung mit anschließender Korrektur a-b-c
Schauen Sie sich einfach einmal mehrere Charts von ausgeprägten Auf- und Abwärtsbewegungen an, dann werden Sie sehr häufig dieses Muster finden. Sie gelten nach der Theorie der Elliott-Wellen für sämtliche Zeitebenen, also vom Minuten-Chart bis hin zum Wochen-Chart eines Kurses.

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