Freitag, 23. Dezember 2011

Wie kann man ohne Anstrengung sparen?

Nun ist die Vorweihnachtszeit vorbei und hoffentlich haben Sie jetzt alle Geschenke beisammen. Traditionell wird in der Zeit vor Weihnachten ziemlich viel Geld für Geschenke für Freunde und Bekannte ausgegeben. Spätestens wenn Silvester vorbei ist, fassen viele Leute den Entschluss zukünftig wieder mehr Geld zurückzulegen. Grundsätzlich denke ich, sollte jeder einen Kompromiss finden zwischen "sich einiges für sein Geld leisten zu können" und einen gewissen Geldbetrag zu sparen.

Sparen gilt bei vielen als unsexy, langweilig und bieder. Dabei verkennen viele Leute, dass regelmäßiges Geld zurückzulegen die Grundlage für langfristigen Wohlstand ist. Wer nicht gerade viel Geld aus einer Erbschaft oder einem Lottogewinn bekommen hat, der muss seine finanzielle Grundlage auf einem anderen Weg bilden. Mit einer cleveren Idee lässt sich möglicherweise auch ohne einen gewissen Geldbetrag ein passives Einkommen erwirtschaften. Steve Jobs von Apple oder Bill Gates von Microsoft sind zwei prominente Beispiele. Wer weder eine besonders gute Idee hat noch eine größere Erbschaft oder Lottogewinn zu erwarten hat, der kann durch regelmäßiges Sparen zu höheren Geldbeträgen kommen, um es anschließend gewinnbringend anzulegen.

Schwierig ist das Vorgehen, nur den Geldbetrag zu sparen, der am Monatsende noch übrig bleibt. Das ist auch psychologisch ungünstig, weil man in der Praxis oft doch sein gesamtes Einkommen aus aktiver Arbeit ausgibt. Daher erweist es sich als wesentlich effektiver gleich beim Eingang des Arbeitseinkommens einen Teil davon als erstes auf ein separates Konto zu überweisen. Die Höhe des "sich selbst bezahlen" sollte man am Anfang auf etwa 10% ansetzen. 10% des monatlichen Nettoeinkommens merkt man nicht wirklich im alltäglichen Leben. Wichtig ist die Überweisung des "sich selbst bezahlen" auf Automatik zu stellen (als Dauerauftrag) und dieses Geld nie mehr auszugeben!
Einige werden nun anmerken, dass sie mit 10% ihres Nettoeinkommens nicht reich werden könnten. Nehmen wir einmal an Sie erhalten durchschnittlich 2000 Euro netto monatlich. Eine Sparrate von 10% bedeuten:
200 Euro monatlich,
2 400 Euro in 1 Jahr
12 000 Euro in 5 Jahren
24 000 Euro in 10 Jahren
48 000 Euro in 20 Jahren

Von der nächsten Gehaltserhöhung verwenden Sie die eine Hälfte für Konsumausgaben, die andere Hälfte jedoch zur Erhöhung ihrer monatlichen Sparrate. Analog verfahren Sie mit Weihnachtsgeldern oder Bonuszahlungen.


Im Laufe der Zeit wächst die Sparrate auf diese Weise kontinuierlich an und bald merken Sie gar nicht mehr, dass Sie 15 oder 20% oder noch mehr monatlich sparen. Sie leben völlig automatisch unter Ihren finanziellen Möglichkeiten. Wer dauerhaft unter seinen finanziellen Möglichkeiten lebt, wird zwangsläufig reich!
Um schneller sein Geldvermögen zu erhöhen, sollte am besten mehr als 50% vom monatlichen Netto-Verdienst gespart werden.
Nach nicht allzu langer Zeit ist bereits ein beachtlicher Geldbetrag aus Ersparnissen entstanden, der sich anschließend - vernünftig investiert - aufgrund des Zinseszinses immer schneller erhöht.


Wenn Sie bislang mit dem Sparen Ihre Schwierigkeiten hatten, dann haben Sie nun eine bombensichere Anleitung, um die Grundlagen für Ihren späteren Wohlstand zu errichten.


In diesem Sinne, allen Lesern eine schöne Weihnachtszeit!

Zum Weiterlesen:

Kommentare:

  1. Sowas funktioniert leider nur theoretisch, bei höherem Einkommen. Oder der Artikel wurde von der Realität überholt. Miete, Nebenkosten, Lebensmittel, Kleidung, schon ist das Gehalt alle.
    Leider sind Kostensenkungen auf dem gebiet nicht machbar. Ohne Erhöhung der Einnahmen ist es illusorisch.

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    1. Zum einen muss man es auch wirklich angehen und überlegen ob:
      - das teuere Auto wirklich sein muss
      - man wirklich so viel Kleidung benötigt
      - nicht im Haushalt Strom gespart werden kann
      - usw.

      Mir sind etliche Fälle bekannt, bei denen das alles gut funktioniert und eine Menge Geld übrig bleibt.

      Allerdings stimme ich zu, dass sparen alleine nicht ausreicht, sondern man auch investieren muss und nach weiteren Einkommensquellen schauen sollte, um aus finanzieller Sicht voranzukommen.

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  2. Nette Tipps aber:
    Die Kugel Eis kostet nicht mehr 50 cent sondern schon 1 €.
    Der Vermieter will auch schon 1 Nettogehalt mehr im Jahr.
    Und so geht der Spaß weiter.
    Aber träumen kostet noch nichts. (bis auf die Miete)

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