Montag, 17. Februar 2014

Warum Trader und der Hochfrequenzhandel gut für den Markt sind

In früheren Artikeln hatte ich häufiger geschrieben, dass man lieber langfristig investieren als Traden und nicht auf die täglichen Börsennachrichten schauen sollte. Allerdings sind sowohl die zahlreichen weltweiten Trader als auch der computergesteuerte Hochfrequenzhandel für den Gesamtmarkt durchaus wertvoll. In diesem Artikel möchte ich Ihnen sagen, warum das meiner Meinung nach der Fall ist.

Täglich wird sogar in den Hauptnachrichten über den aktuellen DAX-Stand berichtet. Einige Sender zeigen noch den großen Bruder aus den USA, den Dow Jones Industrial Average. Diese Indizes mit einem zittrigen Verlauf, manchmal auch mit großen Ausschlägen, sind das Ergebnis der Kursentwicklungen von jeweils 30 Einzel-Aktien. Denn sowohl im deutschen Leitindex als auch im bekannten US-Aktienindex sind die wichtigsten Konzerne vertreten. Jeder Einzel-Titel wird am Markt fleißig gehandelt. Während im DAX Volumen von rund einer Milliarde Euro gehandelt werden, sind es im Dow Jones meist über 20 Milliarden Euro, die täglich den Besitzer wechseln. Bei großer Aufwärts- aber vor allem Abwärtsdynamik können die hin- und hergeschobenen Geldvolumina noch deutlich größer sein. Manch einer wird sich fragen, was denn diese tägliche Geldumverteilung soll?

"Zittrige" DAX-Kurve, Quelle: börse-frankfurt.de
Jeder Marktteilnehmer leistet seinen Beitrag dafür, dass sich die Kurse bewegen. Ein einzelner Anleger, der für 1.000 Euro eine Aktie aus den DAX kauft wird keine großen Bewegungen auslösen können. Aber wenn viele tausende Trader aus aller Welt Wertpapiere kaufen und verkaufen, dann macht sich das irgendwann mit Kursveränderungen bemerkbar. Erst recht gilt dies für Trader, die für große institutionelle Banken oder Vermögensverwalter handeln. Die oben genannten Zahlen gelten für reine Aktienkäufe und -verkäufe. Hinzu kommen noch die mannigfaltigen Derivate, wie Put, Call, Future, Zertifikate mit allen möglichen Hebeln. Wer bei seinem Broker handeln möchte, der benötigt selbst mit Routine schon einige Sekunden für einen Trade. Ein Anleger mit seiner Pin braucht für einen vollständigen Kauf oder Verkauf eher 1 bis 2 Minuten. Im Zuge der Technisierung findet auch immer mehr der computergesteuerte Handel an den Weltbörsen statt. Dabei geht es darum mit den Informationen aus aller Welt so schnell wie möglich am Markt zu agieren. Bei diesem Hochfrequenzhandel nimmt die Geschwindigkeit immer weiter zu. So benötigte ein Trade Mitte des zurückliegenden Jahrzehnte noch rund 20 Millisekunden, heutzutage wird er in 0,3 Millisekunden umgesetzt. Was viele Leute nicht wissen: Gerade bei sehr dynamischen Ausschlägen am Markt sorgt der Hochfrequenzhandel dafür, dass genügend Käufer und Verkäufer aufeinander treffen und ein Händler auch dann noch zu seinem Trade kommt. Zudem werden unterschiedliche Preisstellungen an den Börsenplätzen angeglichen.

Bei so viel Technik im Markt lässt es sich nicht völlig ausschließen, dass eine ungewollte Eigendynamik entsteht. So kann es jederzeit zu einem sogenannten Blitz-Crash kommen (ich berichtete darüber in der letzten Newsletterausgabe). Diese können vor allem für Marktteilnehmer schädlich sein, die eine Stop-Loss-Order gesetzt haben. Denn meist sind diese kurzen Crashsituationen lediglich eine Sache von wenigen Sekunden. Dennoch kann diese Zeit ausreichen um mit seinem Stop-Loss aus dem Markt geworfen zu werden. Wahrscheinlich der bekannteste Crash stammt aus dem Mai 2010, als der Dow Jones am 06.Mai innerhalb weniger Minuten fast 1000 Punkte verlor, diesen Absturz aber schnell wieder aufholte. Aus diesem Fall hat man jedoch gelernt und weitere Sicherheitsmechanismen entwickelt, um derartige Ereignisse zukünftig zu minimieren oder gar auszuschließen. Ein interessanter Artikel zum Hochfrequenzhandel finden Sie in der FAZ.net.

Trotz aller Gefahren oder zumindest Unbehagen sind die täglichen Marktakteure für die gesamte Börse positiv zu sehen. Denn sie sorgen für eine ständige Liquiditätsversorgung des Kapitalmarktes. Die Liquidität ist quasi ein Schmierstoff für den Wertpapierhandel und führt in den meisten Fällen auch dazu, dass man als Anleger bei seinen Gelegenheits-Trades faire Preise bekommt. Die erhält man nur bei einer hohen Handelsaktivität. Wer einmal in illiquiden Märkten eine angemessenen Preis gestellt haben wollte, der weiß wie wertvoll die ausreichende Bereitstellung von Käufern und Verkäufern, das heißt Angebot und Nachfrage ist.

Auch langfristige Anleger können froh sein, solange die Kapitalmärkte so dynamisch mit Liquidität versorgt werden. Es gibt auch einige wenige Menschen, die als Trader sehr erfolgreich sind. Falls jemand von den Erfolgstradern diese Zeilen lesen sollte, dann Gratulation! Allerdings sind die allermeisten Menschen mit kurzfristigem Traden nicht erfolgreich und daher würde ich das langfristige Investieren immer bevorzugen. Schon alleine, weil es die eigene Gesundheit schont.



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