Mittwoch, 30. Juli 2014

Aktueller Stand High Yield/Dividend Depot - knapp 6% Ausschüttungsrendite p.a.

Nach längerer Zeit wird mal wieder ein Update für das High Yield/Dividend Depot fällig. Zur Erinnerung, das High Yield/Dividend Muster-Depot ist als ein Bestandteil eines diversifizierten Portfolios zu sehen. Hier wird in ausschüttungsstarke Aktien und Anleihen via ETF investiert, mit dem Ziel ein möglichst hohes passives Einkommen zu erzielen, ohne gleichzeitig zuviel Risiko einzugehen.

In den zurückliegenden 37 Monaten schütteten die Investments des High Yield/Dividend Depot insgesamt 2090,70 Euro an Zinsen und Dividenden aus. Bezogen auf den Kaufpreis von 14.000 Euro entspricht dies einer gesamten Ausschüttungsrendite von 15,7 Prozent.
Die Ausschüttungsrendite lag im 12 Monats-Zeitraum (August 2013 bis Juli 2014) bei 5,9 Prozent p.a.

Gesamt-Rendite (Ausschüttungen+
Kursveränderung) - Stand Juli 2014
Das Muster-Depot befindet sich derzeit mit knapp 6,8 Prozent im Plus und die Gesamt-Rendite lag bei +22,4 Prozent.
Damit liegt es im Vergleich zu anderen Portfolios mit mehreren Anlageklassen wie Portfolio TR Index ETF (+21,7 Prozent) und dem ARERO - der Weltfonds (+18,2 Prozent) knapp vorne.
Nach der starken Hausse am Aktienmarkt befinden sich erwartungsgemäß die reinen Aktien-Indizes auf den Spitzenplätzen. Mehr zu diesen und anderen Investments auf der Seite High Yield/Dividend Depot.

Die Ertragsausschüttung des Muster-Depots ist derzeit im Vergleich zu den extrem hohen Werten von fast 7 Prozent p.a. im Sommer 2013 etwas niedriger und liegt aktuell mit 5,9 Prozent jedoch noch immer auf einem hohen Niveau. Gründe sind die im zurückliegenden Jahr teilweise deutlichen Ertragsrückgänge bei High Yield - Anleihen, aber auch bei einigen Aktien (zum Beispiel REITs) im Vergleich zum Vorjahr.
Derartige Schwankungen sind bei High Yield-Investments allerdings nicht ungewöhnlich. Denn der Name suggeriert bereits ein höheres Risiko für Kürzungen von Zins- und Dividendenzahlungen und man sollte bei einer langjährigen Kalkulation nicht unbedingt von der oberen Bandbreite der möglichen Rendite ausgehen. Das Ausfall-Risiko ist in der Ummantelung eines ETFs für einen Privat-Anleger jedoch sehr gering, weil es sich hier im Standardfall um mehrere Dutzend, oft sogar mehrere hundert Einzel-Investments handelt. Wenn von diesen ein gewisser Prozentanteil zahlungsunfähig wird, zahlt der Löwenanteil weiterhin hohe Zinsen und Dividenden.

Mittlerweile sind dividendenstarke Aktien aus Deutschland und Europa im Musterdepot anteilmäßig fast so stark vertreten wie aus den USA. Wobei in der Anlageklasse "Welt" bereits schon einiges aus den beiden großen Regionen vertreten ist. Oft geht der Blick allerdings zu sehr Richtung Vereinigte Staaten und damit wird manchmal übersehen, dass es auch in Europa gute Dividendenzahler gibt.

Es sind derzeit etwas über 500 Euro an Liquididtät durch Ausschüttungen vorhanden und es stehen einige ETFs auf der Watchlist (auch solche, die bereits im Depot sind). Aber vorerst drängen sich noch keine weiteren Reinvestitionen auf.

Die nächste Aktualisierung des High Yield/Dividend Depots am erfolgt im Herbst 2014.
Leser des kostenlosen Newsletters erfahren bis dahin bereits zwischendurch weitere Einzelheiten über Aktivitäten und Überlegungen von mir zum High Yield/Dividend Depot.

In einem früheren Artikel hatte ich eine Übersicht der mittleren Rendite einer ETF-Auswahl der letzten 2,5 Jahre gegeben. Noch mehr Informationen über die konkrete Ausschüttungshöhe in Euro umgerechnet und Ausschüttungsrendite von über 50 ETFs gibt es ein- bis zweimal pro Monat aktualisiert in der ausführlichen Liste ETF Rendite Premium.

Falls Sie ein Freund von Einzel-Aktien sein sollten, dann werfen Sie doch auch einen Blick in das Musterdepot der Dividenden-Aristokraten und auf die Liste der profitablen Investments.

Kommentare:

  1. liebe leser,lieber hr.lars ich lese die beiträge jedesmal.ich muss sagen im moment hab ich echt ein wenig wut im bauch.aber das liegt nicht an dieser seit hier sondern viel mehr an zu wenig wissen obwohl ich mich sehr viel mit werttpapiere beschäftige.
    ich hab vor kurzen eine ausschüttung von deka dax max div.erhalte in höhe von 81 euro 2-3 wochen spüäter schau ich auf mein verrechnungskonto und sehe das mir 48 euro wieder abgezogen wurde.hab sofort auf der bank angeriufen was das jetzt ist..sie sagt das sind steuern und zwar ausschüttungsausgleichserträge nannte sie das.ich hab jetzt sofort den deka dax mit knapp 200 euro minus verkauft weil mich das so geärgter hat,freu mich über eine satte auschüttung und dann das.kann mir irgend jemand sagen was es dann noch sinnmacht etf zu kaufen wenn dann eh vor lauter steuern nichts bleibt ich hab ich noch DE0002635299 mit 200 stück im depot und 70 stück IE00B6YX5B26 von dem..ich möchte jetzt noch eine antwort abwarten,sonst schmeiss ich die 2 auch noch raus:-( wird bei denen auch wieder nachträglich die hälfte der dividende abgezogen?sonst beschränke ich mich wirklich nur noch auf einzelwerte.bilde nämlich seit anfang des jahres das musterdepot in real ab der dividendenaristokraten.bitte echt um antwort.vielen dank

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    1. Ehrlich gesagt ist mir eine derartige Beobachtung neu. Sobald die Freistellungsgrenze überschritten ist werden lediglich Steuern in Höhe der Abgeltungssteuer fällig. Das sind aber < 30 Prozent. Den Deka DaxPlus Maximum Dividend habe ich selbst im Depot und konnte bislang keine Auffälligkeiten feststellen. Wenn die Bank da keine plausibel-vernünftige Antwort liefern kann, würde ich die Bank kurzerhand wechseln.

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    2. hallo hr.lars..das problem was ich habe ist in dem fall zumindest das ich in österrich bin.bei direktanlage.at ich hab in österreich kaum alternativen von 82 euro sind mir wie schon erwähnt 48,20 euro wieder abgezogen worden.ich hab gegoogelt und nichts gefunden.wie könnte ich da jetzt vorgehen?lg

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    3. Wie die Besteuerung von deutschen Investments in Österreich aussieht, müsste ich mich auch erst einmal kundig machen. Welche Erfahrung haben die in Österreich lebenden Anleger mit deutschen Aktien bislang gemacht?

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