Dienstag, 19. März 2013

Passives Einkommen als Blogger - Teil 1

Bei finanziell umdenken werden zu einem großen Anteil Möglichkeiten vorgestellt mit Wertpapieren passives Einkommen zu erzielen. In dieser zweiteiligen Artikelserie geht es darum, ob und wie man mit Webseiten oder Blogs passives Einkommen erzielen kann. Die Frage wird gelegentlich auch an mich herangetragen, ob man als Blogger überhaupt Geld verdienen kann und wenn ja wie viel. Die nächste Frage wäre zu klären, was Bloggen überhaupt mit passivem Einkommen zu tun hat? Schließlich lebt ein Blog von einer regelmäßigen Aktivität. Dazu möchte ich eine zweiteilige Artikelserie starten. Im ersten Teil geht es um den Werdegang eines Blogs, im zweiten Teil um die konkreten Instrumente mit denen Geld verdient werden kann.

Die ersten Tage und Wochen
Jeder der ein Blog startet, hat zunächst einmal vieles an andere mitzuteilen, aber gleichzeitig kaum Besucher. In den ersten Tagen und Wochen schreibt man durchaus interessante oder hochwertige Artikel, aber kaum jemand liest sie. Um das Marketing muss man sich als Blogger kümmern, selbst wenn man eigentlich nur sein Wissen mit anderen teilen und diskutieren möchte.


Damit ein Blog für andere und neue Leser interessant ist, muss man entweder im Netz als kompetente Person auftreten oder eine seltene Nische als Thema finden. Aber dazu muss man sich auf anderen Blogs oder in themenverwandten Foren bemerkbar machen. Die Artikel sollten auch so verfasst werden und eine gewisse Qualität aufweisen, damit Google diese relativ hoch listet und somit viele neue Leser auf das Blog aufmerksam werden.

Ok, bislang war das "Projekt Blog" mehr oder weniger ausschließlich mit harter Arbeit verbunden und Geld ist bislang noch keines geflossen. Im Gegenteil, wer für seine Internetpräsenz Gebühren zahlt, hat bislang nur Arbeit und Geld in dieses Projekt gesteckt.

Nach ein paar Wochen die erste große Hürde
Und nun kommt ein Problem auf den Blogbetreiber zu, den zum Anfang viele Leute haben. Nach einigen Wochen ist das inhaltliche Pulver, was man den anderen mitteilen wollte, weitgehend verschossen. Nun hat man zwar durchaus wertvolle Beiträge verfasst, aber ein richtiger massiver Besucherstrom hat bislang immer noch nicht eingesetzt und selbst hat man aus dem Stand scheinbar keine Munition - im Form von neuem Content - mehr.

In diesem Stadium geben viele das eingangs enthusiastische Vorhaben als Blogger auf. Entweder abrupt oder das Blog bleibt als Leiche zurück, bei dem nur noch alle paar Wochen mal ein Lebenszeichen zu bemerken ist - wenn überhaupt.

Wer an dieser Stelle diese Hürde meistern kann, hat einen großen Schritt getan. Wer jetzt noch regelmäßig weiter Artikel verfasst und mit interessantem Inhalt weiterhin Leser auf seinen Blog führt und zusätzlich neue Besucher erreichen kann, ist auf dem richtigen Weg.

Erst nach einigen Monaten ist ein derart regelmäßiger und großer Besucherstrom entstanden, dass erstes Geld aus Werbeeinnahmen und Empfehlungsmarketing fließt.

Zweite gefährliche Hürde
Nach rund 9 bis 12 Monaten hat man eine gewisse Anzahl von Stammlesern für seine Webseite und auch über Google finden etliche Leute den Weg auf das eigene Schreibwerk. Der Aufwand neue interessante Artikel zu schreiben ist weiterhin recht hoch und man erzielt zwar erste Einnahmen, aber ein guter Stundenlohn ist das Bloggen zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Natürlich benötigt man viel Leidenschaft für das jeweilige Thema, sonst verliert man recht schnell die Motivation. Dennoch vergeht weiterhin viel Zeit für das Bloggen und man fragt sich schon gelegentlich, ob die Zeit draußen in der Sonne oder mit Freunden zu verbringen nicht sinnvoller wäre. Denn leben lässt sich in diesem Stadium von den Blogeinnahmen im Standardfall bei weitem nicht.

Jetzt hängt es neben Leidenschaft und Motivation unter anderem auch davon ab, ist man eher ein News-Schreiber, der hauptsächlich auf aktuelle Themen eingeht, die bei den Leuten aber rasch in Vergessenheit geraten? Oder schreibt man eher zeitlose Fachartikel, die auch in einigen Jahren kaum an Aktualität eingebüßt haben und noch interessant sind.

Viele Leser der alten Artikel
Als letzterer hat man den Vorteil, dass diese Themen Leser selbst nach längerer Zeit noch interessieren, zumindest stärker als die News von vor drei oder vier Jahren. Spätestens, wenn man einige hundert Artikel auf seinem Blog veröffentlicht hat, dann verschiebt sich die Anzahl der am meisten aufgerufenen Artikel auf das Archiv des Blogs. Das bedeutet, ob man neue Artikel veröffentlicht oder nicht, ist ab einem gewissen Punkt eher zweitrangig für die Seitenaufrufe. Die Vielzahl an Aufrufen von älteren Artikel sind letztendlich Grundlage für ein passives Einkommen für den Webseitenbetreiber. Die konkrete monetäre Umsetzung betrachten wir in Teil 2 dieser Artikelserie.

Das Blog "finanziell umdenken!" existiert erst seit 16 Monaten. Dennoch ist es mittlerweile so, dass innerhalb eines Monats einige beliebte Artikel, die unten rechts als Top Ten gelistet sind, häufiger gelesen werden als die meisten neuen Artikel.

Wenn man seinen Blog über mehrere Jahre aktiv hält und ihn mit interessanten, nützlichen und eher zeitlosen Themen bestückt, dann fällt es beim Besucheraufkommen kaum mehr auf, wenn man nur noch einen Beitrag pro Woche verfasst oder auch einmal 10 Tage lang nichts am Blog tut.
Das war der erste Teil der Artikelserie: "Passives Einkommen als Blogger".
Im zweiten Teil geht es um konkrete Möglichkeiten mit Webseiten und Blogs Einnahmen zu erzielen.

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Zum Weiterlesen:

Kommentare:

  1. Hallo Lars,

    du hast vollkommen recht. So ist das Blogleben wirklich.
    Auch die zeitlichen Angaben sowie die angesprochenen Punkte zur Eigenmotivation.
    Wenn man aber die ersten 2 Jahre geschafft hat, dann wird das Blogprojekt ein Eigenläufer.
    Die Meinung mit der Zeit die Aktivität nachzulassen sehe ich aber anders. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass mit weniger aktivität auch weniger Traffic kommt. Google und Co. merken das mit der Zeit und ranken dann die Seite auch niedriger. Klar, es kommen immer noch Besucher, aber auf jeden Fall deutlich weniger als wenn man dauerhaft aktiv wäre.

    Mach weiter so.
    Gruß
    Alex Fischer

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  2. Sehr schöner Artikel Lars. Ich kann Dir voll und ganz zu stimmen. Die gleichen Erfahrungen habe ich mit meinem Blog Finanzielle Freiheit mit Dividenden auch gemacht. Man mus wirklich eine Leidenschaft für das Thema haben, ansonsten kann man mit seinem Blog nicht über Jahre durchhalten. Die Leser des Blogs merken auch sehr schnell, ob man für das Thema brennt, oder nicht.

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  3. Ich denke gerade die Aktivität des eigenen Blogs ist sehr wichtig. Nur wer seinen Blog sehr oft pflegt und neuen Content online bekommt, der wird auch mit Besuchern belohnt.

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  4. Hey Lars,

    guter Artikel mit sehr interessanten Gedanken. Ich arbeite auch an passivem Einkommen und nutze dafür viele Wege, von Dividenden und Trading bis hin zum Bloggen was ich gerade erst begonnen habe. Sicherlich braucht ein Blog erst mal sehr viel Arbeit, das gute ist aber das wenn er erst mal läuft dann steigen die Einnahmen der Aufwand sinkt aber. Bei anderen Arten des passiven Einkommens ist es ähnlich, bei Dividenden zum Beispiel braucht man erst mal viel Kapital, ist das allerdings aufgebaut läuft das ganz von alleine weiter.
    Ich vergleiche passives Einkommen immer damit einen Ball auf dem Finger zu drehen. Am Anfang muss man üben und es dauert bis der Ball sich dreht und man ihn balancieren kann. Wenn er sich dann aber auf dem Finger dreht reicht ein kleines an schubsen damit er sich immer weiter dreht… so soll es auch mit dem passiven Einkommen sein.

    Gruß
    Salva

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  5. Hi Lars,
    sehr guter Artikel. Den hatte ich noch gar nicht gelesen. Hier beschreibst du ganz gut den Werdegangs eines Blogs. Nicht zu unterschätzen iat aus jeden Fall der Zeitaufwand. Gerade wenn man nicht Vollzeitblogger ist und dies eher als Nebenbeschäftigung hat kann das auch mal stressig sein :)
    Aber das ist dir bestimmt bekannt.
    Trotzdem sollte man hartnäckig bleiben und sich auch nicht von eigenen Zweifeln abbringen lassen. Denn auch hier gilt: Der Weg ist das Ziel.

    Gruß
    Sebastian

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