Mittwoch, 22. August 2012

Die Anlageklasse Immobilien zur Diversifikation - ein Problemfall!? - Teil 3

Im dritten und letzten Teil der Serie "Die Anlageklasse Immobilien - ein Problemfall!?" beschäftigen wir uns mit dem Trading von Immobilien.
Teil 1: Direkter Immobilienerwerb und Immobilen-Aktien (REITs)
Teil 2: Immobilien-Fonds
Teil 3: Trading von Immobilien

4.) Trading von Immobilien
Das ist die wildeste Form von Immobilien-"Investments". Wie ein Day-Trader, dessen Strategie so meilenweit von der eines buy-and-hold-Investor entfernt ist, sind die Trader von Immobilien so weit von den Käufern entfernt, die Immobilen vermieten. Händler, die Häuser kaufen, um sie profitabel weiterzuverkaufen, halten die Objekte oft nicht mehr als einige Monate. Diese Vorgehensweise nennt man im amerikanischen "flipping properties". Profitabel kann diese Form von Trading sein, wenn man deutlich unterbewertete Immobilien erwirbt oder in einem boomenden Markt agiert.

Diese Form wird in Deutschland weniger praktiziert als in den USA und ist natürlich sehr spekulativ. Mit nachhaltigem Investieren hat diese Art von Handel nichts zu tun. Sollte man sich verschätzen und ein bald geplantes - für die Immobilie negative - Bauvorhaben in der näheren Umgebung nicht gewusst haben, dann wird man wohl oder übel unter Wert verkaufen müssen. In einem boomenden Markt, gibt es irgendwann - ähnlich wie im Aktienmarkt - ein Punkt, an dem es nicht mehr weiter aufwärts geht und eine Trendwende einsetzt. In solchen Fällen muss unverzüglich gehandelt werden, um den Verlust nicht zu groß werden zu lassen. In fallenden Märkten - egal in welcher Asset-Klasse - halten sich Käufer bekanntlich eher zurück.

Es gibt noch eine weitere Form des Immobilienhandels. Man erwirbt ein solides, aber etwas vernachlässigtes Objekt und saniert das Gebäude. Damit kommen zu den Anschaffungskosten noch die Kosten für die Verschönerungen obendrauf. Anschließend kann man versuchen das Haus entweder für einen deutlich höheren Preis zu verkaufen und aber rentabel zu vermieten. Letzteres Beispiel kenne ich auch von einigen Leuten in Deutschland, die auf diese Art und Weise eine schöne Rendite erzielen. Ähnlich wie beim Aktienmarkt muss man hier wirklich langfristig denken und es dauert eine Weile bis sich die Investition rentiert hat. Allerdings hat man die ähnlichen Risiken, die in 1.) genannt worden sind.  


Immobilien online bewerten


Fazit:
Ich kann mich im Moment lediglich mit den in 2.) genannten REITs anfreunden. Dadurch, dass diese mehrmals jährlich ausschütten, bemerkt man an einer möglichen verringerten Dividende, ob es mit einem Unternehmen Schwierigkeiten gibt und kann sich hoffentlich noch rechtzeitig von denen trennen.
In einigen ETFs, die in den "Ausschüttungsquoten von ETFs" oder im "High Yield/Dividend Depot" gelistet sind, sind teilweise REITs enthalten. Aber es sind dann letztendlich (Immobilen-)Aktien, die mir keine zusätzliche Diversifikation zur Anlageklasse Aktien bieten.
Andere genannte Formen sind zu risikoreich, bieten zu wenig Rendite oder die Wahrscheinlichkeit ist hoch dafür viel tun zu müssen.

Kennen Sie weitere Formen von Immobilien-Investments? Vielleicht auch eine, die profitabel, aber gleichzeitig unabhängig zu Aktien und Anleihen ist?

Zum Weiterlesen:

1 Kommentar:

  1. Ergebnis der Umfrage:
    WIE WOHNEN SIE ZUR ZEIT?

    zur Miete (Wohnung) (53%)

    zur Miete (Haus) (1%)

    Eigentum (Wohnung) (11%)

    Eigentum (Haus) (22%)

    im Hotel (2%)

    Zelt/Holzhütte (7%)

    sonstiges (2%)

    Genau ein Drittel der Leser, die abgestimmt haben, besitzen zum Wohnen Eigentum. Immerhin über 50% wohnen zur Miete. Ein bißchen überrascht war ich über den geringen Anteil, derer die im Haus zur Miete wohnen.

    Vielen Dank für die zahlreiche Beteiligung!
    VG
    Lars

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