Montag, 11. Juni 2012

Beispiel einer Asset Allocation mit Schwerpunkt passives Einkommen zu erzielen

In einem früheren Kommentar hatte ich angekündigt das Thema "Asset Allocation" (Anlageaufteilung) hier zu behandeln.
Wenn Sie Ihr gesamtes Investitionskapital in nur eine einzige Anlageklasse anlegen, dann kann es passieren, dass genau diese Anlageklasse über viele Jahre hinweg Verluste erleidet. Als Beispiel für eine lange Verlustserie wurde hier im Blog "finanziell umdenken" bereits die Anlageklasse japanische Aktien häufiger genannt.
Daher werden mehrere, möglichst voneinander unabhängige, Anlageklassen (Asset-Klassen) miteinander kombiniert, um mit dieser Diversifizierung das Risiko bei gegebener erwarteter Rendite minimiert bzw. die Rendite bei gegebenem Risiko maximiert werden kann.

Es gibt Anlageklassen (Asset-Klassen), deren Kursentwicklung erfolgt eher ruhig und stetig, bei anderen gibt es große Schwankungen (Volatilität). Gerade die Anlageklassen mit hohen Schwankungen erwiesen sich in der Vergangenheit, in einem langfristigen Zeitraum betrachtet, als besonders renditestark. Die höhere Rendite geht also gleichzeitig einher mit einem höheren Risiko. Da wir uns hier nicht mit Trading befassen (dort wird versucht, die Schwankungen an der Börse gewinnbringend auszunutzen), sondern um langfristigen Vermögensaufbau, stellt sich die erhoffte Rendite häufig erst nach einem gewissen Zeitraum ein.

comdirect

Als klassisches Beispiel wird gerne die Kombination Aktien mit Anleihen genannt. Während Aktien ziemlich volatil sind, aber in guten Jahren auch hohe Renditen erzielen, gelten Anleihen als relativ sicher, aber insgesamt weniger renditestark im Vergleich zu Aktien. Bei einer Aufteilung von 50% Aktien und 50% Anleihen, betrüge der Wertrückgang des Portfolios bei einem Börsencrash bei Aktien von 30% nur rund 15% (eher noch weniger, wenn die Anleihen im gleichen Zeitraum eine positive Rendite erzielen konnten). Durch Hinzunahme weiterer Anlageklassen, deren Wertentwicklung möglichst unabhängig von anderen Anlageklassen ist, lässt sich das Risiko weiter minimieren. Aber die Renditeerwartung muss gleichzeitig nur geringfügig zurückgeschraubt werden. Für die konkrete Aufteilung der Anlageklassen gibt es keine ultimativ richtige Zusammensetzung, niemand kann die Zukunft derart genau vorhersagen. Statistisch lässt sich durch die Aufnahme mehrerer Anlageklassen jedoch belegen, dass sie eine Risikominimierung des Gesamt-Depots zur Folge haben.

Wichtig ist in dem Zusammenhang neben der Risikobereitschaft auch der Anlagehorizont. Wenn jemand Geld für 2 bis 3 Jahre anlegen möchte, um dann eine größere Anschaffung zu tätigen, der sollte den Aktienanteil sehr gering belassen oder besser sogar gar nicht in Aktien investieren. Wer jedoch für 10 Jahre oder länger nicht auf sein investiertes Kapital zurückgreifen braucht, kann einen deutlich höheren Aktienanteil im Portfolio halten. Sonst würde man nachweislich auf Rendite verzichten, die notwendig ist, um ein Vermögen schneller aufzubauen als es die Inflation verzehrt.

passive Asset Allocation
Bei der passiven Asset Allocation behält man die einmal entschiedene prozentuale Verteilung konsequent bei. Dies bedeutet, bei einer Wertzunahme einer Anlageklasse (zum Beispiel des Aktienanteils), überschreitet man automatisch die gewünschte prozentuale Festlegung. Analog verschiebt sich die Festlegung bei einem Einbruch einer Anlageklasse. In solchen Fällen kauft man in den schwächeren Anlageklassen neue Anteile hinzu!
Im Idealfall geschieht dies täglich. Um die Gebühren beim Verkaufen und Kaufen in überschaubare Grenzen zu halten, kann bei entsprechend großem Portfolio und langem Anlagehorizont auf wöchentliche, monatliche oder vierteljährliche Kontrollen zurückgegriffen werden. Wichtig ist nur, dass man sich konsequent an eine einmal festgelegte Asset Allocation hält. Denn nur so diszipliniert man sich selbst in ausgesprochenen Boomphasen eines Sektors und agiert gleichzeitig konsequent antizyklisch (kaufen bei günstigen Kursen). Ein gewichtiger Beitrag zur Risikominimierung leistet das Money Management. Dieses besagt in einzelne Positionen nicht zu große Geldmengen anzulegen, damit sogar bei einem möglichen Totalverlust einer Anlageklasse, das Gesamtportfolio nicht zu stark darunter leiden würde. Zudem ist es wichtig, immer auf ausreichende große Liquiditätsreserven zu achten, um bei "günstigen" Gelegenheiten nachkaufen zu können. Die Liquidität (also Geld jederzeit verfügbar zu haben), sollte niemals unter 5 Prozent des Gesamt-Depots sinken, sollte aber auch nicht dauerhaft über 20 Prozent liegen. Schnell verfügbares Geld wird im Standardfall nicht besonders gut verzinst und schmälert sonst die Gesamt-Rendite, wenn diese Anlageklasse einen zu großen Gesamtumfang aufweist.

Beispiel einer Anlageaufteilung aus verschiedenen Anlageklassen
Hier auf diesem Blog können Sie regelmäßig das "High Yield/Dividend Depot" verfolgen. Allerdings stellt dieses Muster-Depot zwar einen gewichtigen Teil eines Gesamt-Portfolios dar, aber es fehlen dort noch einige Anlageklassen. Als Beispiel eines nahezu umfassenden Portfolios für einen Privatanleger möchte ich nun folgende Asset Allocation vorstellen, welches - entsprechend der Philosophie hier auf diesem Blog das Ziel hat möglichst sichere und hohe passive Einkommensströme für die finanzielle Freiheit zu erzielen.
Hinweis: Die hier vorgestellte Vermögensaufteilung ist mein subjektiver Vorschlag. Weder wird hier der Anspruch auf absolute Vollständigkeit aller Anlageklassen verfolgt, noch sind die vorgeschlagenen Prozent-Zahlen absolut festgelegt!


Beispiel einer Verteilung von Anlageklassen

Dividenden-Aktien weltweit:
Der Großteil - rund ein Viertel - des zur Verfügung stehenden Kapital sollte in Aktien von global agierenden Unternehmen mit einer soliden Dividendenzahlung investiert werden oder in Aktien-ETFs mit einer globalen Streuung. Mehr dazu im Beitrag: "Mögliche Basis-Investments für Aktieneinsteiger: auf eine Vielzahl von soliden und teilweise global agierende Unternehmen setzen!"

Dividenden-Aktien Regionen:
Mit dieser Rubrik ist gemeint zusätzlich zur globalen Ausrichtung von Dividenden-Aktien auch einige Regionen hervorzuheben. Das können Länder oder Kontinente sein, z.B. Aktien aus Europa oder den Schwellenländern (Emerging Markets). Insgesamt kann diese Anlageklasse (alle Regionen zusammen) um die 10% des Gesamt-Depots ausmachen.

Dividenden-Aktien Sektoren:
Es gibt beim Aktien-Markt auch einzelne Sektoren, die für ihre hohe Dividendenzahlungen bekannt sind. Das können Unternehmen z.B. aus dem Sektor Telekommunikation oder Versorger sein.

Unternehmensanleihen - Invest:
Hier sind Unternehmensanleihen (Corporate Bonds) von Unternehmen mit Investment-Grade gemeint. Das Ausfallrisiko ist recht gering, dafür ist die Rendite nicht so hoch wie bei Unternehmensanleihen - High Yield.

Unternehmensanleihen - High Yield:
Hier sind Unternehmensanleihen (Corporate Bonds) von Unternehmen unterhalb des Investment-Grade gemeint. Hier ist das Ausfallrisiko größer, dafür erwartet einen eine hohe Rendite. Beispiele wurden in folgenden Beiträgen genannt: "Hohe Rendite aus Europa mit Unternehmensanleihen" und "Höheres Risiko, aber mit beachtlicher Rendite: SPDR Barclays Capital High Yield Bond ETF".
Eine Übersicht der Kreditratings liefert Wikipedia.

Staatsanleihen - Schwellenländer:
Staatsanleihen aus entwickelten Länder halte ich derzeit für zu riskant oder zu renditeschwach. Anders ist es bei einem Bündel aus Staatsanleihen aus Schwellenländern. Viele Staaten sind dort längst nicht so hoch verschuldet wie zahlreiche Industrienationen. Hier können Sie ruhig um 10% Ihres Kapitals investieren, aber bitte auf mehrere Länder streuen und nicht nur ein "Lieblingsland" herauspicken.
Ein Beispiel eines ETFs mit monatlicher Ausschüttung ist auf der Seite "Ausschüttungsquoten von ETFs" gelistet.

Immobilien:
Hier ist weniger eine selbst genutzte Immobilie gemeint. Wenn Sie eine abgezahlte Immobilie besitzen, dann sehen Banken diese bei möglichen weiteren Finanzierungen als Sicherheit an. Daher möchte ich sie hier nicht völlig ausschießen, aber einen regelmäßigen Cashflow in ihr Portemonnaie bringt sie nicht, mehr dazu unter: "Ist eine Immobilie eine Geldanlage?"
Leider sind "offene Immobilienfonds" ihrer nicht komplett durchdachten Konstruktion zum Opfer gefallen. Die verbliebenen werden in den nächsten Jahren m.E. nach weniger als 4% Rendite pro Jahr bringen, daher sind sie bei mir leider nicht mehr erste Wahl. Mehr Rendite gibt es bei REITs (Real Estate Investment Trust). Aber sie korrelieren als Immobilien-Aktien stark mit dem allgemeinen Aktienmarkt. Mehr zum Thema Immobilie zur Diversifikation in dem dreiteiligen Beitrag: "Die Anlageklasse Immobilien zur Diversifikation - ein Problemfall!? - Teil 1".

Rohstoffe Agrar:
Wer ethisch keine Probleme damit hat, dass weltweit gesehen langfristig wahrscheinlich die Preise für Nahrungsmittel steigen werden (Weltbevölkerung wächst, Wohlstand in aufstrebende Länder nimmt zu), der kann einen kleinen Teil seines Kapitals in Agrarrohstoffe anlegen. Während wir in Deutschland dann etwas mehr Geld für die Nahrungsmittel ausgeben müssen, können sich viele Menschen in armen Regionen kaum noch Lebensmittel leisten.

Rohstoffe Gold:
Einen kleinen Teil an physischem Gold (oder in ETFs angelegt) sollte als Diversifizierung des Depots herhalten. Richtiger Fan von Gold bin ich nicht, weil es keine Zinsen bringt und im starken Krisenfall Silbermünzern als Zahlungsmittel praktikabler sein sollten. Mehr unter "Gold wird Sie in Krisenzeiten nicht schützen"

Rohstoffe Silbermünzen:
Wer sehr düstere Aussichten mit Beeinträchtigung der Infrastruktur, einer plötzlichen Währungsreform oder Bürgerkrieg erwartet, für den bieten sich einige Silbermünzen an. Sie wären im schlimmsten Fall immer noch mögliche Zahlungsmittel, wenn Sie z.B. vorübergehend nicht an Ihr auf der Bank liegendes Geld heran kämen.

Spielgeld für hohes Risiko:
Trotz aller Disziplin bei der Geldanlage und dem Vermögensaufbau. Bei vielen, die sich mit Wirtschaft und Börse beschäftigen, juckt es zwischenzeitlich doch mal in den Fingern einen "Zock" einzugehen. Leben Sie diesen "Spieltrieb" aus, in dem Sie einen kleinen Anteil von 2-3% dafür vorsehen. Damit können Sie riskante Zertifikate, Optionsscheine oder kurzfristige Trades versuchen. Falls Sie damit eine Zeit lang Gewinne erzielen sollten, freuen Sie sich daran, aber erhöhen Sie die 2-3%-Grenze niemals, um nicht später mehr an den Markt zurückzuerstatten, als Sie zuvor von ihm bekommen haben.

Liquidität - finanzieller Schutz:
5% des Depots für den finanziellen Schutz ist natürlich extrem von den jeweiligen Verhältnissen abhängig. Bei jemanden, der noch keinen vollständigen finanziellen Schutz aufgebaut hat, beträgt dieser Sektor im Gesamt-Depot 100%. Mehr dazu im Beitrag: "Die Meilensteine zum Vermögensaufbau und zur finanziellen Freiheit". Sollten für einen Notfall Beträge aus dem "finanziellen Schutzes" entnommen worden sein, dann gilt als oberstes Ziel das Liquiditätspolster wieder aufzufüllen!

Liquidität für Investments:
Um regelmäßig neue Investments (oder weitere Anteile) ins Portfolio zu holen, benötigen Sie ein Geldpolster. Dieses speisen Sie sowohl durch Ersparnisse aus den Einkünften von aktiver Arbeit als auch durch Zinsen und Dividenden, die Sie mit bereits getätigten Investitionen erzielen.
Beide Liquiditäts-Klassen sollten niemals völlig leer sein, aber die Liquidität für Investments überschreitet nicht die 20%-Marke.

sonstiges:
Hier bleibt für jeden die Freiheit nach seinen Bedürfnissen sein Geld anzulegen. Einige möchten die rund 5% lieber noch zum Aktienmarkt dazunehmen, andere schwören auf die staatlich unterstützten Altersvorsorgen wie die Riester- und Rürup-Rente oder die vom Arbeitgeber unterstützten vermögenswirksamen Leistungen. Andere fühlen sich möglicherweise doch mit Staatsanleihen aus den Industrieländern wohl.

Weitere Beispiele für die Aufteilung von Anlageklassen und Abschätzungen des maximalen Risikos erfahren Sie auf der Seite "Asset Allocation Profit".

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Zum Weiterlesen:

Kommentare:

  1. Die Asset Allocation ist denke ich eine sehr individuelle Sache, die obige Aufteilung ist für mich schon zu sehr diversifiziert vor allem die einzelnen Rohstoffanteile

    Aber jeder hat seine eigene Vorstellungen, Neigungen und Risikoaversionen die zu jedem einzelnen Anleger passen muss

    Womit ich nichts anfangen kann, sind die so genannten Wissenschaftlichen Asset Allocation wo die einzelne Bestandteile auf x,59% aufgeteilt werden.

    Jeder Idiot kann etwas verkomplizieren, etwas einfach zu halten ist die Wahre Herausforderung!

    Ich habe zum Beispiel 5 ETF´s (sind ja schon an sich diversifiziert) die ich zu jeweils 20% aufgeteilt habe, ist zwar nicht strikt wissenschaftlich andere würden sagen eine „Anfänger“ Aufteilung, doch es gibt nichts besseres als die Einfachheit

    So kann ich die eingesparte Zeit dafür verwenden neue Geldmittel für mein Depot zu erwirtschaften!

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    1. Richtig, zu kompliziert sollte der Vermögensaufbau auch nicht sein und hängt stark von den persönlichen Neigungen des Anlegers ab. Ich hoffe es kommt rüber, dass die Asset Allocation hier im Beitrag wirklich nur ein Beispiel ist. Wer nicht an den Weltuntergang glaubt, der braucht möglicherweise auch keine Silbermünzen, sondern setzt mit einem ETF auf den gesamten Rohstoffmarkt, inklusive Energie.
      Noch einfacher kann man es sich machen, wenn man z.B. den ARERO als Basis-Investment nimmt (nichts für mich, da er nicht regelmäßig ausschüttet). Daher habe ich ihn beim High Yield/Dividend Depot auch als Vergleich-Index aufgeführt.

      Ich stimme Dir zu, dass ich die Portfolio-Theorien ebenfalls ziemlich abstrakt halte. Das lässt sich sicher auch einfacher bewerkstelligen.

      VG
      Lars

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  2. Hi Investor jetzt hast Du mich aber neugirieg gemacht, magst Du Deine 5 ETFs verraten? (Vermutlich nur für Aktien und für Anleihen etc. noch extra welche)
    VG Svenglueckspilz

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  3. Das es nur ein Beispiel ist erkennt man schon gut an der Überschrift ;)

    Klar hier mein persönliches Portfolio, wie gesagt ist nicht strikt wissenschaftlich

    iShares MSCI World
    iShares MSCI Emerging Markets
    iShares STOXX Global Select Dividend 100
    iShares FTSE EPRA/NAREIT Developed Markets Property Yield Fund (Immobilienaktien)
    iShares JPMorgan $ Emerging Markets Bond Fund

    Die letzten 3 ETF´s sind besonders für die Ausschüttungen gedacht. Die Ausschüttungen sind im Quartal gut aufgeteilt es schütten jeweils 2-3 ETF´s im Monat aus (wird natürlich wieder reinvestiert)
    Eine „Risikolosen“ Anteil in Form von Anleihen aus Industriestaaten habe ich nicht dabei
    Auf Kursrückgänge von 50% muss ich mich also mental einstellen

    Mir gefällt es und ich werde es so auch mind. 50 Jahre! noch laufen lassen, bin erst 22 ;)

    Ich sag mir immer, ein einfaches Portfolio/Depot, dass so einfach ist, dass man es Jahrzehntelang mit Spaß hält ist besser als eins, dass viel zu kompliziert ist und man irgendwann die Lust verliert und öfters umschichtet oder das Geld gar verkonsumiert

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    1. Zunächst einmal Gratulation!
      Mit einem Alter von 22 Jahren bist Du schon wesentlich weiter als viele andere Menschen mit 30, 35 oder über 40 Jahren.
      Ich kann nur sagen: Weiter so!

      Mit dem ETF mit Staatsanleihen von Schwellenländern hast Du m.E. nach bereits einen "sicheren" Anteil als Diversifikation zu den anderen Aktien-ETFs.

      VG
      Lars

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  4. Hey Lars, gut erklärt *Daumen Hoch

    erinnert auch ein wenig an die alte jüdische Drei-SpeichenRegel. 1/3 Gold; 1/3 Immobilien; 1/3 Aktien.

    @Investor: In 50 Jahren bist du ein Reicher Mann ( wünsch ich dir :) ).

    LG Ulrich

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  5. Danke Lars und Ulrich!

    Ich habe früh die Macht des Zinseszins entdeckt, bin schon seit 4 Jahren in Aktienfonds (damals noch aktive) investiert

    Selbst wen ich ab heute keinen einzigen Euro! mehr ins Depot stecke und alle Ausschüttungen reinvestiere bin ich mit dem aktuellen Rentenalter von 68 Millionär (auch wen diese dann weniger Wert sein sollte als heute)

    Bedarf ja auch relativ wenig Eigenkapital
    Beispiel:
    http://www.zinsen-berechnen.de/fondsrechner.php?paramid=yx9t191e1j

    Über meine Altersvorsorge und Zukunft kann ich also gelassen bleiben :D

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  6. Sehr interessanter Artikel!
    Hedgefonds zählen ebenso zu den alternativen Investments und werden in Zukunft wohl auch immer stärker zur Portfoliooptimierung bzw. Risikominimierung genützt werden.
    Grundsätzlich können Hedgefonds anhand ihrer Charakteristika im Asset allocation sehr gut eingesetzt werden. Durch den absolut return Ansatz wird diese Investmentklasse sicherlich auch zukünftig Zuflüsse verzeichnen dürfen.
    Jedoch besteht für die Hedgefonds - Branche noch immer die rechtliche, politische Gefahr. Dies bedeutet, dass aufgrund rechtlicher Änderungen (z.B. Leerverkaufsverbote) gewisse Hedgefondsstrategien nicht mehr ausgeübt werden können.

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    1. Vielen Dank für den interessanten Link. Hedgefonds könnte man tatsächlich zur Risikosenkung nutzen. Dafür wären z.B. die 5% für "sonstiges" verfügbar.

      Was mich an Hedgefonds "stört", dass ich in der Regel keine regelmäßige Ausschüttung erhalte, sondern auf das Gelingen der jeweiligen Strategie angewiesen bin.

      Dazu hatte ich den Beitrag Warum ich einen regelmäßigen Geldfluss gegenüber langfristigen Hoffnungen bevorzuge verfasst.

      Oder gibt es Hedgefonds, die auch regelmäßige Ausschüttungen liefern?

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  7. hallo zusammen

    möchte gerne das ersparte meiner eltern anlegen mit einer leicht angepassten asset allocation, die auf monatliches passivem einkommen ausgelegt ist. dabei bräuchte ich noch eure hilfe, da ich zwar trotz des sehr guten blogs und den empfehlungen hier noch ein paar fragen zu einzelnen titeln habe:

    25% Aktien Dividenden global --> welchen der folgenden ETFs sollte ich nehmen? Möchte nur 1 idealerweise
    - DB Global Select 100 oder
    - SPDR S&P GLOBAL DIVIDEND ARISTOCRATS oder
    - ISHARES STOXX GLOBAL SELECT DIVIDEND 100 (DE)

    25% Aktien Dividenden Regionen
    a) 10% Emerging: --> welchen der beiden
    - DOW JONES ASIA PACIFIC SELECT DIVIDEND 30
    - iShares MSCI Emerging Markets
    b) 15% US: --> welchen der drei?
    - SPDR S&P US DIVIDEND ARISTOCRATS
    - SPDR S&P 500 UCITS ETF
    - iShares MSCI North America

    25% Aktien Dividenden Mid Small --> welchen der beiden?
    - MSCI USA MC
    - ISHARES RUSSEL MIDCAP INDEX FUND

    5% Dividenden Aktien Sektoren
    - ISHARES STOXX EUROPE 600 UTILITIES

    5% Unternehmensanleihen High Yield
    - DE000LS9CPN2--> hier hatte ich die empfehlung von lars gelesen, das ist aber kein ausschüttender etf. gibt es hier etwas, was ihr empfehlen könnt?

    15% Staatsanleihen Emerging
    - JPMORGAN USD EMERGING MARKETS BOND FUND

    danke euch

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    1. Zu den verschiedenen globalen Dividenden-ETFs findest du hier eine schöne Übersicht:
      https://www.justetf.com/de/how-to/dividend-etfs-world.html
      Lies dir einfach durch welche Indexzusammensetzung für dich selbst am ehesten Sinn macht und investiere dementsprechend.

      Sich dazu noch weitere Regionen/Sektor-ETFs dazuzuholen kann man machen um bestimmte Schwerpunkte zu setzen (wenn du also z.B. von einem Land oder einer Industrie für die Zukunft besonders überzeugt bist kann man sie so durch Zukäufe im eigenen Portfolio übergewichten, im Gegensatz zu einem einfachen globalen ETF, dessen innere Zusammensetzung du ja nicht beeinflussen kannst). Ab einem gewissen Punkt stellt sich dann aber die Frage ob dazu ein globaler ETF überhaupt noch sein muss. Damit meine ich, wenn du schon einen ETF für USA, einen für Europa und einen für Asien/Schwellenländer hast, dann brauchst du dir eigentlich nicht "nochmal" einen globalen ETF dazuholen, weil der zu >80 % auch nur aus denselben Unternehmen bestehen wird die du in deinen regionalen ETFs schon einmal drinhast (deshalb auch immer die genaue Fondszusammensetzung anschauen) und sich also kein besonderer Mehrwert ergibt.

      Zu den HY Unternehmensanleihen, die von iShares sind auch im Blog-Musterdepot:
      http://www.ishares.com/de/individual/de/produkte/product-list#categoryId=242&lvl2=overview

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  8. Hi und danke vielmals für den Kommentar!

    Meine neue Aufteilung basierend auf Deinem Feedback wäre jetzt folgendermassen - wie findet Ihr's?

    - 30% Global Aktien
    - 20% US Aktien
    - 20% US Aktien Mid Cap
    - 10% EMEA Aktien Utilities Sektor
    - 05% High Yield
    - 15% Staatsanleihen Emerging

    Danke für den justetf link! Wie wähle ich einen ETF aus? Nach Fondsrendite oder Fondsvolumen oder Gesamtkostenquote? Und wenn ja, wie lange sollte ich die Fondsrendite rückwirkend betrachten? Ist aus der Tabelle nicht ganz so einfach zu entnehmen, und deswegen tue ich mich schwer beispielsweise zwischen den dreien hier zu entscheiden:

    - DB Global Select 100 oder
    - SPDR S&P GLOBAL DIVIDEND ARISTOCRATS oder
    - ISHARES STOXX GLOBAL SELECT DIVIDEND 100 (DE)

    Cheerio

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    1. Wäre mir ein bischen zu sehr US-lastig, wenn du damit gut schlafen kannst, mach das so.

      Bei der ETF-Auswahl schaust du einfach welcher Fonds die besten Kompromisse bietet zwischen (möglichst guter) Rendite, (möglichst hohem) Volumen und (möglichst niedrigen) Kosten. Selten ist da EIN Fonds in allen drei Kategorien gleich klarer Sieger, also muss man gewisse Abwägungen treffen.

      Beim Global Select 100 ist es eigentlich relativ egal ob du nun die Variante vom Anbieter Deutsche Bank oder Ishares nimmst, da sie sich in Sachen Rendite/Größe/Kosten nicht wesentlich unterscheiden (sollten sie ja auch nicht, nutzen beide schließlich den selben Index).

      Die Historie sollte man natürlich so lang wie möglich betrachten, also seit Auflegung der ETFs. Die Stoxx Globals gibts seit 5 Jahren, den SPDR Global Aristocrats erst seit einem. Wie gut man da natürlich ne vernünftige Vergleichs- und Bewertungsgrundlage hat sei mal dahingestellt, aber im Internet gibt es ja viele Finanzseiten mit Chart-Tools wo du mehrere Kursverläufe gleichzeitig anzeigen kannst für die verschiedenen Fonds und einen unabhängigen Benchmark wie zb den MSCI World. Da in den letzten Jahren ja allgemeine Börsenhausse war, erzählt dass nur die halbe Wahrheit, aber dass es an den Märkten auch mal unweigerlich wieder zu größeren Spannungen kommt sollte ja klar sein.

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  9. danke dir!

    ...aber wenn es zu grösseren spannungen kommt, ist es doch egal, weil wir möglichst von dem von dem kapital erwirtschafteten zinsen + dividenden leben wollen, oder?

    das geld soll für die nächsten 20 jahre angelegt werden. es handelt sich um die ersparnisse meiner eltern (500k€, und sie haben eine abgezahlte ETW). Bein einem angenommenen -30% buchverfall aufgrund der volatiliät an den märkten, was historisch gesehen bei einem ausgeglichenen portfolio (ich reduziere den US Anteil dann) schon sehr viel wäre, sind das bei einem kapital von 500k immer noch 350k, und einer durchschnittliche dividendenrendite von 4% darauf immerhin noch 1.4k€ nach steuern. ist das richtig durchdacht von mir?

    danke euch! super blog und forum ;)

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  10. das wäre jetzt die finale allokation - lars, bin ich ein guter schüler, was die allokation betrifft ? ;)
    - 40% Global Aktien
    - 20% US Aktien Mid Cap
    - 10% EMEA Aktien Utilities Sektor
    - 10% High Yield
    - 20% Staatsanleihen Emerging

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    1. Das Ergebnis werden wir erst in 10 Jahren oder noch erfahren...
      Für meinen Geschmack würde ich mich in Europa nicht auf einen Sektor festlegen und mehr Aktien aus den Schwellenländern dazu nehmen.

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  11. hi zusammen

    ...bevor ich für die just etf premium version zahle, weiss jemand, wo ich historische simulationen zu einem betrag eingeben kann und sehen kann, wieviel % wertentwicklung und % dividendenausschüttungen ich bekommen hätte?

    danke euch!

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  12. gibt es bald eine überarbeitete version der asset allocation profit datei, lars?

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    1. Danke für die Nachfrage. Ist vorerst (in den nächsten Wochen) nicht geplant, die dort gezeigten Inhalte sind ja allgemeingültig und eher zeitlos.

      Aber sobald ich neue Erkenntnisse habe, denke ich über eine Überarbeitung nach. Das würde ich dann im Newsletter auch kommunizieren.

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  13. Verfahre auch eher nach der alten Jüdischen 3 Speichen Regel ,
    20 - 30 Prozent Immos , ( Von Lars hier nicht so gewünscht , gibt aber für Banken und die vergabe von Krediten wenn benötigt , die Sicherheiten und dann zu echt guten Konditionen ) , 20 bis 30 Prozent eigenes Unternehmen , als Aktienersatz wo mann gleich bestimmen kann wie der Gewinn verteilt wird , und ob überhaupt einer gemacht wird. 20 bis 30 Prozent Versicherungen ( die natürlich auch wieder in Aktien und sonstige Anlagen anlegen , brauch ich aber dennoch für meine Ertragsanteilsversteuerung des bereits fliessenden passiven Kapitalstroms ( Sofort beginnende Renten gegen Einmalbeitrag , 4 Prozent Garantie , heute leider nicht mehr möglich abzuschliessen ) und dann noch 10 bis 20 Prozent sonstige Anlagen ( Edelmetal / andere Sachwerte / Kurzfristig verfügbares Geld ) Rendite durchschnittlich aus allen Anlageklassen in den letzten 25 Jahren 6-8 Prozent p.a..Netto nach Steuer . Wichtiger Bestandteil dabei , war auch immer der Einsatz von kurzfristig zu tätigenden Geschäften um die Gesamtrendite von durchschnittlich 5 Prozent auf doch so um die 6 bis 8 Prozent zu erhöhen . D.h. Es ist auch immer wichtig etwas Spielgeld zu haben , um bei günstigen Gelegenheiten , doch noch mal zuzugreifen zu können . Aber es wird immer schwerer diese 6 bis 8 Prozent dauerhaft erreichen zu können , da ich ja bei Neuinvestitionen mich auch in einen Marktumfeld aufhalte , welches durch Niedrigzins geprägt ist und daher auch nur das machen kann , was alle anderen auch machen , prüfen was es noch an Anlagen mit höherer Verzinsung gibt . Daher wird mein Aktien / ETF Anteil vermutlich bald höher werden , und gegen 40 bis 60 Prozent der Gesamtanlage ( mit meinen UN ) ansteigen.
    Langfristig wird aber vermutlich umgeschichtet, zu 15 Prozent Versicherung , 15 Prozent Immo , 60 Prozent Aktie / Fond / ETF,
    10 Prozent sonstiges .Vermutlich ist aber der Versicherungsanteil durch den Fond im Versicherungsmantel bedingt durch Rürup doch ein noch höherer , da ich hier auch immer wieder die steuerliche Seite mit berücksichtigen muss.
    Hier kann ja im Jahr 20000,00 Euro , Neu 21172,00 Euro steuerlich begünstigt in ein Fond eingezahlt werden , und mann kommt damit dann in die nachgelagerte Versteuerung der Gewinne . Evt. ist diese Fondanlage dann zwar schlecht , wegen der hohen Kosten , aber im gesamtportfolio dennoch gut wegen der verschoben Steuer . Es wird sich in der Zukunft zeigen , da hier mit 60 eine Umwandlung zur Rente geschieht . Z.Zt. ist vergleichender Fond ohne Versicherungsmantel A1H5Z0 jedenfalls nicht so schlecht für einen absolute Return Fond , Rendite vor Kosten ca. 6 Prozent , kommt aber auch von ca. 18 Prozent auf jetzt 6 Prozent runter . Also bedeutet , das auch die Profis nicht mehr wirklich wissen , was Sie noch machen sollen.
    Aber im großen und ganzen wird es sich bei 15 / 15 / 60 ( Hier jedoch 80 Prozent Sicher / 20 Prozent Risiko ) 10 Sonstiges , aufteilen. Evt. reicht dann ja das Geld doch noch für einen weiterhin bescheidenen Lebenswandel . ( lach ) ,mann wird sehen . Aber Angst muss mann sich wirklich nicht machen , da es immer irgendein Investment gibt , welches noch eine anständige Rendite bringen wird. Und wenn alles wieder mal neu umverteilt ist , kann auch wieder das Geld an der Börse neue Gewinne machen . Geld macht Geld , so war es schon immer , und es wird vermutlich auch immer so bleiben.

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    1. Ein kurze Anmerkung zum ersten Satz. Ich habe nichts gegen Immobilien. Aber es sollte jeweils auch unterschieden werden, ob man diese selbst nutzt (dann kostet sie Geld, erst recht wenn sie nicht bezahlt ist) oder ob sie an andere vermietet wird (dann bringt sie regelmäßigen Ertrag).

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  14. Immobilien können auch teil einer Unternehmung sein . Hier dann egal ob Gewinn damit gemacht wird oder nicht , wichtig nur das nach allem Gewinn gemacht wird.( Und der möglichst klein !!! )

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